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Lebendige Alt-Stadt: Museum würdigt Hamms bekanntesten Künstler mit Ausstellung

Otmar Alt ist manchmal selbst von der Vielfalt der Exponate überrascht.
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Aug’ in Aug’ mit der eigenen Kunst: Otmar Alt ist manchmal selbst von der Vielfalt der Exponate überrascht.

Ein „Lebensroman“ in Bildern: Im Hammer Gustav-Lübcke-Museum ist die Otmar-Alt-Ausstellung „Das Leben ist ein Versuch“ eröffnet worden.

Hamm – Viele lobende Worte und eine ganz besondere Liebeserklärung zeichneten die Eröffnung der Ausstellung „Das Leben ist ein Versuch“ aus Anlass des 80. Geburtstags von Otmar Alt im Gustav-Lübcke-Museum aus. Dafür hatte Kuratorin Dr. Diana Lenz-Weber Exponaten aus sechs Jahrzehnten zusammengestellt. Der Künstler dankte ihr mit den Worten: „Ich liebe und verehre Sie.“

Monika Simshäuser als Vorsitzende des Kulturausschusses dankte sowohl dem Museum für die „tolle Ausstellung“ als auch dem Künstler für sein Wirken in Hamm. Sie erklärte auch, sich über den derzeitigen Zustand von Alts Objekts „Wolkenschaukel“ in der Innenstadt zu ärgern und versprach, dass die Plastik eine gründliche Instandsetzung erfahren werde.

Museumsdirektor Dr. Ulf Sölter sagte, man feiere hier sechs Dekaden künstlerischen Schaffens: „Otmar Alt weiß, sich zu vermarkten und ist überdies selbst zu einer echten Marke geworden.“ Er male, gestalte Plastiken, verwende verschiedenste Materialien und wende sich auch immer wieder der kunstvollen Veredelung von Gebrauchs-Gegenständen zu. Dass seine Qualität gerade auch in dieser Vielseitigkeit liege, zeige die hervorragend kuratierte Ausstellung. Dann dankte er seinen Mitarbeitern: Hans Engelmann habe einen hervorragenden Aufbau geleistet, Marion Freitag die Öffentlichkeitsarbeit sehr gut bewerkstelligt und Dr. Diana Lenz-Weber ebenso eine großartige Ausstellung, wie den dazugehörigen Katalog entwickelt.

"Das Leben ist ein Versuch": Otmar Alt Ausstellung im Museum eröffnet

"Das Leben ist ein Versuch": Otmar Alt Ausstellung im Museum eröffnet

Otmar Alt im Hammer Museum: stets fröhlich, aber auch hintergründig

Nach einem kurzen Besuch des „Schelmenkönigs“, einer Figur Alts, ging Lenz-Weber auf die Vita und das Werk Alts ein. Seine Ausbildung zum Plakatmaler und Schaufenstergestalter bei Karstadt in Berlin, sein Studium und die Tätigkeit als Jazz-Musiker während seiner Studentenzeit fanden sich ebenso wie die verschiedenen Stile durch die Jahrzehnte und die Zusammenarbeit mit VW, Rosenthal-Porzellan und dem Flügel-Hersteller Schimmel. Seine Kunst wirke stets fröhlich, sei aber auch immer tiefgründig. Auch Misserfolge gehörten zur Vita. Alt habe ihr einmal gesagt, dass Aufs und Abs zum Leben gehörten – es sei ein Versuch.

Das Schlusswort gehörte Otmar Alt selbst: Er ging er sehr persönlich auf seine „10 Gebote“ ein und forderte die Besucher auf, in die Kunst einzutauchen. „Wenn ich mich einlasse und ohne Erwartungshaltung darauf zu gehe, dann kann ich mich begeistern lassen“, so Alt. Nachdem die Ausstellung eröffnet wurde, sagte Alt, wie beeindruckt er selbst sei: „Viele Stücke sind ja aus Sammlungen entliehen und ich habe sie selbst seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen.“ Bei einem Vorab-Rundgang sei er manchmal erschrocken gewesen: „Ach ja, das habe ich ja auch mal gemacht“, sagte Alt. So sei die Ausstellung für ihn wie ein persönlicher „Lebensroman“.

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