Große Kreuzung soll umgestaltet werden

Aufpasser im Hammer Norden: KOD künftig im alten Kiosk?

Kreuzung Heessener Straße/Bockumer Weg/Münsterstraße in Hamm.
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Macht hier eine Station des Kommunalen Ordnungsdienstes Sinn? Der Nordener Ortsheimatpfleger Franz Josef Nordhaus macht diesen Vorschlag für die Nachnutzung des Alten Kiosks an der Kreuzung Heessener Straße/Bockumer Weg/Münsterstraße. Die Stationierung eines KOD-Teams mache gerade im Hammer Norden, also an der Schnittstelle der Stadtbezirke Heessen und Bockum-Hövel, Sinn.

Die größte und wichtigste Kreuzung im Hammer Norden soll eine echte Auffrischung bekommen. Künftig könnten von dort sogar Mitarbeiter des KOD ihre Arbeit tun.

Hamm-Norden - Ortsheimatpfleger Franz Josef Nordhaus hat in einer Bürgeranregung für die Bezirksvertretung seine Ideen zur Neugestaltung der Kreuzung von Heessener Straße, Münsterstraße und Bockumer Weg beschrieben. Im Kern will er in dem früheren Kiosk an der Busspur, die aus dem Bockumer Weg in die Münsterstraße führt, eine Station des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) einrichten.

Wie es sich für einen geschichtsinteressierten Nordener gehört, wirft der Ortsheimatpfleger erst mal einen Blick zurück – auch, um später daran anzuknüpfen. Als die Kreuzung Anfang der 1970er-Jahre ausgebaut wurde, sei es der kostspieligste Umbau in der Hammer Geschichte gewesen. Nordhaus: „Um Platz zu schaffen, mussten unter anderem vier, zum Teil noch gut erhaltene Häuser im Kreuzungsbereich der Münsterstraße zum Bockumer Weg, abgerissen werden.“ Darunter habe sich auch die ehemalige Poststelle befunden.

Nicht abgerissen, aber aufgegeben habe man die etwas weiter südlich gelegene Polizei-Dienststelle. Daran und in Verbindung mit dem damals geschaffenen, eigenen Abzweig für die Linienbusse, einschließlich Warte- und WC-Bereich sowie Kioskgebäude möchte Nordhaus, der die Bürgeranregung gemeinsam mit Rüdiger Koethe auf den Weg gebracht hat, nun anknüpfen: Die beiden regen an, dort eine Station für den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) einzurichten, für das „Team Hamm-Norden“.

Vor dem Ausbau zur großen Kreuzung: Der Bereich Bockumer Weg / Münsterstraße im Jahr 1940.

KOD im Hammer Norden: Tradition der Polizei-Dienststelle

Damit würde an die Tradition der Polizei-Dienststelle angeknüpft, die mit Bezirksbeamten wie Bernard Droste eine bürgernahe Anlaufstelle mit Dienst- und Ordnungsgängen war. „Wir sind auf Fußstreife und in zwei Stunden zurück“ – an diesen Satz kann sich Nordhaus gut erinnern: Er stand dann auf einem Schild, das an der Tür der Dienststelle hing. „Das hing dort mindestens einmal am Tag“, sagt Nordhaus.

Er glaubt, die Idee könnte den Umstrukturierungsplänen des KOD mit der personellen Verstärkung in den Stadtbezirken entsprechen. Und er argumentiert: „Da der Nordener Stadtteil ja die Mitte der Stadtbezirke Heessen und Bockum-Hövel ist, wäre gerade dieser Standort eine optimale Lösung.“

Mit der Einrichtung einer Station des Kommunalen Ordnungsdienstes in dem früheren Kiosk an der Kreuzung von Heessener Straße und Bockumer Weg würde an die Tradition der Polizei-Dienststelle angeknüpft, die mit Bezirksbeamten wie Bernard Droste eine bürgernahe Anlaufstelle mit Dienst- und Ordnungsgängen war.

Ortsheimatpfleger Franz Josef Nordhaus

KOD im Hammer Norden: Ansprech- und Aufenthaltsraum

Der ehemalige Kiosk könne als Ansprech- und Aufenthaltsraum dienen, und ebenso könnten die Räume der zwei ehemaligen Telefonzellen genutzt werden. Die Toilettenanlage und auch das Behinderten-WC, das in offiziellen Führern immer noch genannt werde, könnten sogar problemlos wieder in Betrieb genommen werden. Und: „Ein Parkplatz für ein Einsatzauto und Raum für E-Bikes sind ebenfalls vorhanden“, sagt Nordhaus, „Busspur und Haltestelle könnten weiter genutzt werden.“

Wenn dann der weitere Kreuzungs- und Brückenbereich aufgewertet und farblich sowie mit Lichtelementen und Grün gestaltet wird, würden diese positiven Veränderungen dem städtischen Eingangstor und dem Hammer Norden gerecht werden.

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