Corona und die Folgen in Hamm

OLG baut Rückstau durch Lockdown-Phase schnell ab

Im Hammer OLG fanden erstmals nach 13 Jahren wieder Prüfungen am Wochenende statt.
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Im Hammer OLG fanden erstmals nach 13 Jahren wieder Prüfungen am Wochenende statt.

Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Nach dieser Maxime ist es dem Justizprüfungsamt Hamm gelungen, den durch den Corona-Lockdown im Frühjahr verursachten Rückstau an Prüfungsverfahren binnen kurzer Zeit abzubauen.

Hamm – Nach Wiederaufnahme des Prüfungsbetriebs warteten nahezu 700 Prüflinge darauf, ihre staatliche Pflichtfachprüfung mit der mündlichen Prüfung abzuschließen – eine Mammutaufgabe. Noch bis 2007 fanden die mündlichen Prüfungen (auch) samstags statt. Diesen „Evergreen“ zu beleben, war eine der Maßnahmen, mit deren Hilfe es gelungen ist, den Rückstand komplett abzubauen. In dem Zeitraum von Mitte Mai bis Ende August 2020 fanden jeden Samstag sechs zusätzliche Prüfungstermine im Oberlandesgericht Hamm mit in der Regel jeweils vier Prüflingen statt.

An den weiteren – regulären – Prüfungstagen konnte durch die (Um)Nutzung einzelner Sitzungssäle für Prüfungszwecke die Anzahl der durchgeführten Prüfungen pro Tag im Oberlandesgericht Hamm verdoppelt werden.

Parallel wurden 968 Examenskandidaten schriftlich geprüft. Dies war (nur) durch die Anmietung zusätzlicher Klausursäle an den Standorten Bielefeld, Bochum, Münster und Hamm möglich.

Sämtliche Maßnahmen konnten nur umgesetzt werden, weil Behörden und Geschäftsleitungen, der Mitarbeiterstab und das Gros der Prüfer alles daran gesetzt haben, die durch den Lockdown erzwungene Prüfungspause aufzuholen und den Prüflingen, die Jahr und Tag auf die staatliche Pflichtfachprüfung hingearbeitet haben, weitere Verzögerungen zu ersparen. - WA

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