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Friedhof der Automarder: Täglich ein Pkw-Aufbruch

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Von: Frank Lahme

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© dpa/picture alliance

Hamm - Die Automarder sterben auch in Hamm nicht aus. Seit Monatsbeginn wurden quer übers Stadtgebiet verteilt 13 Pkw aufgebrochen. Dreimal waren Parkplätze vor Friedhöfen der Tatort.

Am häufigsten schlugen die Täter in Bockum-Hövel und Pelkum (jeweils viermal) zu. Zweimal lag der Tatort in Herringen, jeweils einmal in Uentrop, Heessen und der Stadtmitte. Tatverdächtige wurden bislang in keinem der Fälle ermittelt.

Angesichts von einem Autoaufbruch pro Tag sollten Pkw-Fahrer die Tipps der Polizei beherzigen und grundsätzlich keine Wertgegenstände im Auto zurücklassen. Auch Navigationsgeräte sollten nicht an der Halterung auf dem Armaturenbrett zurückgelassen werden. Ältere und betagte Geräte haben vielleicht keinen hohen Wert mehr, der Schaden, der durch eine eingeschlagene Windschutzscheibe entsteht, beträgt aber stets mehrere hundert Euro.

Vielfach scheint es zudem so zu sein, dass die Täter sich auf die Lauer legen und die Fahrer beobachten, wie sie ihre Wertsachen an vermeintlich sicheren Orten im Auto (unter dem Fahrersitz etc.) verstecken.

Regelmäßig brauchen sie nur wenige Sekunden, um eine Scheibe zu zerstören und sich Taschen zu greifen. Taschen jeder Art – auch wenn sie keine Wertsachen enthalten – sind für die Beschaffungskriminellen immer reizvoll. Dass sich der Inhalt im Zweifel nicht zu Geld machen lässt, wissen auch die Automarder erst, nachdem sie eingebrochen sind.

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