Ohne Stein- und Schottergarten: Neues Wohngebiet am Hallohpark soll grün wirken

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So nicht: Über Steingärten wie diese ärgern sich viele Bürger.

Fast 80 Wohnungen sollen in einem Baugebiet am Hallohpark in Bockum-Hövel entstehen. Stein- und Schottergärten sind nicht gewünscht. Stattdessen sollen die künftigen Eigentümer verpflichtet werden, Bäume zu pflanzen.

Bockum-Hövel - Das rund 2,7 Hektar große Gelände der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule an der Oswaldstraße soll bebaut werden, 77 Wohnungen sollen entstehen. Ein Bebauungsplan ist entworfen. Rat und Bezirksvertretung beschlossen nun einstimmig, ihn offenzulegen. Voraussichtlich im Januar und Februar können Bürger den Plan ansehen und dazu Stellung nehmen. In Kraft treten könnte er frühestens im Juli 2020.

Aktuell sieht der Plan vor, dass Ein- bis Zweifamilienhäuser, Miet- und Eigentumswohnungen in Mehrfamilienhäusern entstehen. Die Gebäude sollen von Süd nach Nord abgestuft werden. Im Süden sind Mehrfamilienhäuser mit zwei bis drei Geschossen plus Staffelgeschoss geplant. Sie sollen Flach- oder Pultdächer haben. Im Norden sollen neun Einfamilienhäuser entstehen.

Der Bebauungsplan sieht vor, dass Oberflächenbefestigungen von Stellplätzen wasserdurchlässig sein müssen. Damit soll die Oberflächenversiegelung möglichst gering gehalten werden.

Ein Baum pro 100 Quadratmeter, Pflanzen für besseres Mikroklima

Weiterhin ist pro 100 Quadratmeter Hausgarten mindestens ein standortgerechter Laubbaum zu pflanzen und zu unterhalten. Das soll dazu beitragen, dass das Gebiet grün wirkt und das Mikroklima verbessert wird.

"Gärten des Grauens" überall: Heessen ist voller Steinwüsten

Weiterhin soll es keine reinen Schottergärten geben. „Flächen, die weder überbaut sind, noch als Wegefläche oder Stellplatz dienen, sind als Grünflächen anzulegen, das heißt, sie sind versiegelungsfrei zu halten sowie größtenteils zu bepflanzen und zu pflegen“, heißt es. Der Bebauungsplan erklärt Kies-, Schotter- und Steingärten ausdrücklich für unzulässig.

Erst kürzlich hatte die Bezirksvertretung Hamm-Mitte über Steingärten diskutiert: Im neuen Baugebiet Auf dem Beisenkamp hatten einige Eigentümer Steingärten angelegt, obwohl der Bebauungsplan vorsieht, dass Gärten grün sein sollen. Hausbesitzer sollen nun verpflichtet werden, die Steingärten wieder zu entfernen - sonst drohen Zwangsgelder. 

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