Gruppierung will offenbar in Neheim mitmachen

Keine „Querdenken“-Demo an diesem Freitag in Hamm?

Das Auftreten der „Querdenken“-Anhänger wurde und wird auch von der Polizei aufmerksam verfolgt.
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Das Auftreten der „Querdenken“-Anhänger wurde und wird auch von der Polizei aufmerksam verfolgt (hier ein Bild vom 15. Januar auf dem Marktplatz).

Erstmals seit mehreren Wochen wird es am Freitag in Hamm wohl keine Demonstration der „Querdenker“ geben. Was offenbar nicht bedeutet, dass sie untätig bleiben.

Hamm - Der jüngste offiziell gemeldete Demo-Termin der Hammer Gruppe „Querdenken 238“ datiert vom 5. Februar. An jenem Freitag vor knapp einer Woche hatten sich in Werries anfangs rund 120 Unterstützer für eine Kundgebung und einen längeren Protestzug durch die Straßen versammelt. Im Zusammenspiel mit einem großen Polizeiaufgebot führte das zu einer starken Wahrnehmung und vielen, zumeist sehr kritisch geführten Diskussionen während der Veranstaltung und im Anschluss daran. In den Wochen zuvor hatte die Gruppierung ihre wöchentliche Demo stets in der Innenstadt abgehalten.

Schon während des Aufzugs in Werries war aus den Reihen der Teilnehmer öffentlich verkündet worden, dass man in der Woche darauf, also am 12. Februar, die Gleichgesinnten in Arnsberg-Neheim unterstützen wolle; das hat sich nach WA-Informationen so bestätigt. Die Gruppierungen „238“ und 2932“ unterstützen sich offenbar gegenseitig in ihrer die politischen Corona-Entscheidungen ablehnenden Haltung. Bei der Hammer Polizei wurde jedenfalls bis Mittwochnachmittag keine neue Freitagsdemo angemeldet.

„Querdenker“ in Hamm: vom Versammlungsrecht gedeckt

Immer wieder gingen nach den „Querdenken“-Treffen kritische Reaktionen von Anwohnern und anderen Augenzeugen in der WA-Redaktion ein. Zum einen war nachlässiger Umgang mit den Vorgaben kritisiert worden, aber auch sehr laute Musik. Ebenso soll es Drohungen auch gegen anwesende Polizisten gegeben haben. Polizeisprecher Hendrik Heine betont dazu, dass gegen klare Verstöße immer wieder eingeschritten werde und Anzeigen geschrieben würden. Grundsätzlich, so Heine, sei etwa laute Musik vom Versammlungsrecht gedeckt und müsse „bis zu einem gewissen Grad „ausgehalten werden“.

Die jüngste Demo an der Westpress-Arena und den umliegenden Straßen war mit folgenden Auflagen genehmigt worden:

  • Maskenpflicht (Mund-Nasen-Schutz) ab 25 Teilnehmern. Als Mund-Nasen-Schutz, dürfen nur OP-Masken, FFP2-, KN95-, N95-Masken verwendet werden. Schals, Tücher, Alltagsmasken oder ähnliches wurden durch die Ordnungsbehörden nicht zugelassen, sprich verboten. Als weitere Auflage muss jeder Teilnehmer, der von der Maskenpflicht (Mund-Nasen-Schutz) befreit ist, sein Attest in Papierform mit amtlichen Lichtbildausweis, mitführen. Atteste auf Mobiltelefonen (Handy) als Kopie/Foto, werden durch die Ordnungsbehörden nicht akzeptiert.

Den Organisatoren ging das offenbar viel zu weit. Sie äußerten sich dazu mit den Worten „Die Behördenwillkür hat wieder mal zugeschlagen“. - WA/han

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