Vor der OB-Stichwahl in Hamm

Linke verweigert Empfehlung für Herter - Laschet springt HP bei

OB-Stichwahl in Hamm: Marc Herter und Thomas Hunsteger-Petermann.
+
Herausforderer Marc Herter (links) und Amtsinhaber Thomas Hunsteger-Petermann: Am 27. September entscheiden die Hammer, wer der beiden in den nächsten Jahren Oberbürgermeister der Stadt Hamm sein wird.

Die Hammer Linke gibt vor der OB-Stichwahl ausdrücklich keine Empfehlung ab und verbindet dies mit heftiger Kritik am sozialdemokratischen Kandidaten Marc Herter.

Hamm – Die Linke stößt sich insbesondere an Herters Haltung zu Anliegerbeiträgen im Straßenbau. Die will der Landtagsabgeordnete zwar abschaffen, wie er im Wahlkampf und in seinem jüngst vorgestellten 100-Tage-Programm kundtat. Allerdings betont er auch, der Stadt selbst seien dabei die Hände gebunden, es bedürfe einer gesetzlichen Regelung auf Landesebene.

Linken-Ratsherr Roland Koslowski erinnert nun an einen im Rat abgelehnten Antrag seiner Partei, die Beiträge auf einen symbolischen Euro zu senken. Rechtlich habe dem nichts im Wege gestanden, es habe nur am politischen Willen der anderen Fraktionen gefehlt. Herters Aussagen untermauerten die Entscheidung des Linken-Kreisvorstandes, für keinen der nun zur Wahl stehenden Oberbürgermeisterkandidaten eine Wahlempfehlung auszusprechen.

Der Einzelkandidat Gerd Heistermann sieht dagegen Parallelen zwischen seinen Wahlzielen und dem von Herter versprochenen Aufbruch für Hamm. Es sei deshalb in Gesprächen mit den Sozialdemokraten über eine Wahlempfehlung, eine Entscheidung darüber habe er aber noch nicht getroffen. Heistermann erreichte 1,7 Prozent der Stimmen.

OB-Stichwahl in Hamm: „Hunsteger brennt“

Amtsinhaber Thomas Hunsteger-Petermann hat indes prominente Rückendeckung erhalten: Ministerpräsident Armin Laschet leistete dem CDU-Kandidaten am Wochenende im Kurhausgarten Wahlkampfbeistand. Vor 350 Gästen schilderte Laschet seinen Parteifreund als einen zupackenden Menschen, der für die Stadt Hamm brenne und noch viele Ideen habe. In zahlreichen Sitzungen habe er Hunsteger als einen engagierten Kämpfer für seine Stadt erlebt, der neuen Themen aufgeschlossen sei.

Ministerpräsident Armin Laschet spricht zur OB-Stichwahl im Kurhausgarten 

Ministerpräsident Armin Laschet spricht zur OB-Stichwahl im Kurhausgarten 

„21 Jahre im Amt ist kein Nachteil, es ist gut, jemanden zu haben, der die Stadt kennt“, so Laschet. Hunsteger-Petermann stehe für den sozialen Zusammenhalt in der Stadt, mache Politik mit konkreten Vorschlägen und sei bestens vernetzt in der Landespolitik. Zuletzt habe Hunsteger auch Einfluss auf die Änderung des Grundgesetzes gehabt, die jetzt vorgenommen werde. Dabei geht es um finanzielle Hilfen des Bundes für die Kommunen. Die Verfassungsänderung soll es dem Bund ermöglichen, einen höheren Anteil an den Sozialkosten zu übernehmen.

Am Donnerstagabend werden sich Hunsteger und Herter zu einem OB-Duell treffen, dass WA.de live streamen wird. Klicken Sie sich hier in die Infos dazu.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare