Thomas Hunsteger-Petermann versus Marc Herter

OB-Duell mit Folgen: So bewerten die Hammer den Schlagabtausch

Thomas Hunsteger-Petermann und Marc Herter vor dem Betreten des Radiostudios.
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Einzug der „Gladiatoren“: Thomas Hunsteger-Petermann und Marc Herter vor dem Betreten des Radiostudios.

Das mit Spannung erwartete OB-Duell in Hamm ist Geschichte - nun zählt nur noch das Ergebnis der Stichwahl am Sonntag. Wir haben uns Ihre Kommentare angesehen und eine kleine Auswahl herausgepickt.

Hamm – Hunsteger oder Herter? Wer soll am Sonntag gewinnen? Die Lippewelle und der WA haben am Donnerstag die beiden Kandidaten, die in die Stichwahl müssen, an einen Tisch geholt – auch um Unentschlossenen bei der Wahlentscheidung zu helfen. Einen eindeutigen Sieger gab es am Ende nicht – auch nicht für viele unserer Leser und Zuschauer beziehungsweise Zuhörer. Über 6000 Besucher folgten dem Livestream per Video. Wie viele dem Radio zuhörten, kann nicht ermittelt werden.

Auch im Nachgang wurde das Video des Duells noch zigmal angesehen. WA-Leser und Lippewelle-Hörer nutzen die Möglichkeit, in den sozialen Netzwerken über das Duell ins Gespräch zu kommen. Wie so oft bei Facebook und Co., nutzen viele die Anonymität zu Angriffen auf das andere Lager. Abgesehen von diesen – teilweise verletzenden Meldungen – gab es viele seriöse Einschätzungen.

So schreibt beispielsweise Thomas Averdung: „Wem es nur darum ging, ein anderes Gesicht im Rathaus zu sehen, der sollte nun erkannt haben, dass es für Hamms unbestritten große Herausforderungen mehr braucht als einen sympathischen Auftritt alleine. Wer Gelder und Projekte nach Hamm holen möchte, braucht die Fähigkeit, sich in Bund und Land auch gegen Widerstände zu behaupten. Diesen Elan hat Hunsteger um Längen deutlicher gezeigt, als sein Herausforderer es vermochte.“

Leserin Jutta Althoff lobt in ihrem Statement den respektvollen Umgang der Kandidaten miteinander. Sie schreibt weiter: „Die Moderatoren haben versucht, Redezeiten ausgewogen zu verteilen, obwohl Herr Hunsteger-Petermann – aus meiner Sicht – viel mehr Redezeit vereinnahmt und sich dabei in den Vordergrund gespielt hat. (...) Herr Herter hat das Interview sehr viel souveräner und fachlicher geführt und hatte meiner Meinung nach die deutlich besseren Argumente.“

OB-Duell vor Stichwahl in Hamm:

Die Zuschriften decken das ab, was auch schon vielen Leserbriefen veröffentlich wurde. Die einen bewerten Hunsteger-Petermann als zu alt für das OB-Amt, andere setzen auf Erfahrung und sehen in ihm noch viel Gestaltungswillen. Viele loben Marc Herter für seine ruhige, bedächtige und konzentrierte Art, andere kritisieren, dass er keinen Hochschulabschluss hat und seine Ideen keinen echten Aufbruch verkörpern würden.

Rededuell zur OB-Stichwahl in Hamm

Rededuell zur OB-Stichwahl in Hamm

„Herter hatte die Bühne, die Hammer mit Inhalten von seinem Aufbruch zu überzeugen. Das ist ihm in meinen Augen nicht gelungen. Es blieb bei allgemein gehaltenen Vorstellungen, die den Bezug zu Hamm vermissen ließen. Die von der SPD im Vorfeld angelegte Altersdiskussion verpuffte, weil HP deutlich dynamischer und durchsetzungsstärker auftrat“, schreibt Clemens Müller. Anders bewerten das Kalo und Marion Heilmann. In ihrer Zuschrift heißt es: „Für Hamm wäre Herter ein echter Gewinn. Hat eigene starke Vorstellungen, versteht sich jedoch auch als Teamplayer. Er weiß, dass nur das ‘Wir’ die Zukunft bauen kann“.

OB-Duell vor Stichwahl in Hamm:

Bei den Zuschriften, die unsere Redaktion im Nachgang des OB-Duells erhalten hat, halte sich die Stimmen für die beiden Bewerber durchweg die Waage. Eine eindeutige Tendenz in einem Lager ist nicht erkennbar. Das kommentiert auch unser Leser Jörg Wedekind: „Wer der Sieger ist..... schlecht zu sagen. Wer allerdings HP schon abgeschrieben hat, sollte sich das Duell noch einmal anhören. Er ist angezählt, aber noch lange nicht k.o. Es bleibt spannend.“

Zahlreiche Leser setzen sich in ihren Zuschriften mit dem Format des Duells auseinander. Viele loben das Engagement der beiden Veranstalter und sehen in der Wahl-Arena einen Gewinn. So schriebt Sigrid Holländer: „Verglichen mit früheren Podiumsdiskussionen ist die Reichweite bedeutend besser und was gibt es besseres, als eine Stadt, die sich politisch interessiert? Das gehört zu einer Demokratie dazu und kann Hamm nur gut tun.“ Dieses Format sollte auch bei anderen Wahlen beibehalten werden, so der Tenor vieler Zuschriften. Einige Leser vermissten allerdings kritischere Nachfragen zu einzelnen Themen.

Zur Info:

Aufgrund der Fülle und zahlreicher Doppelungen haben wir an dieser Stelle natürlich nicht alle Leser-Zuschriften berücksichtigt. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Versprechen mit Verspätung: Sowohl Thomas Hunsteger-Petermann als auch Marc Herter hatten am Wahlduell-Abend spontan zugesagt, die Fragen der Bürger zu beantworten, die in der Livesendung aus Zeitgründen keine Berücksichtigung finden konnten. Aufgrund der Fülle sind diese Fragen den Parteien zufolge allerdings nicht kurzfristig seriös zu beantworten. Beide wollen diese Anfang der kommenden Woche nachreichen. Sie werden bei uns auf WA.de zu lesen sein.

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