Sascha Krolzig führt „Die Rechte“ in NRW an

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Sascha Krolzig bei einer Standkundgebung der Rechten vor der ZUE am Alten Uentroper Weg.

Hamm/Bielefeld - Sascha Krolzig, Vordenker und Mitbegründer der rechtsextremen Szene in Hamm, steht nunmehr an der Spitze des nordrhein-westfälischen Landesverbandes der Partei „Die Rechte“.

Der vielfach vorbestrafte 29-Jährige wurde am Samstag in Dortmund zum Landesvorsitzenden gewählt. Das teilt „Die Rechte“ auf ihrer Homepage mit. Ferner will die umstrittene Gruppierung im kommenden Mai offenbar mit einer eigenen Landesliste bei der Landtagswahl an den Start gehen. Krolzig nimmt hier den vierten Platz ein. 

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Zeitgleich zum Verbot der von ihm angeführten Kameradschaft Hamm im August 2012 durch NRW-Innenminister Ralf Jäger hat der 29-Jährige, der auch Beisitzer im Bundesvorstand von „Die Rechte“ ist, seine Zelte in seiner Heimatstadt offiziell abgebrochen. 

Krolzig lebt seitdem in Bielefeld, wo er Jura studierte. Nach bestandenem ersten Staatsexamen wurde er von mehreren Gerichten wegen seines über zehn Jahre reichenden Vorstrafenregisters – unter anderem wegen Körperverletzung und Volksverhetzung – als eines Juristen unwürdig eingestuft und nicht für ein juristisches Referendariat zugelassen. 

Sein Antrag auf Zulassung einer Berufung gegen die jüngste Entscheidung des Verwaltungsgerichts Minden liegt seit dem 29. März 2016 dem Oberverwaltungsgericht Münster vor; eine Entscheidung ist dort noch nicht ergangen. 

Diplom-Jurist Krolzig war der erste Vorsitzende des Kreisverbandes Hamm von „Die Rechte“. Ob er hier noch aktiv ist, ist unklar. Im Januar 2016 wurde in Bielefeld der Rechten-Kreisverband Ostwestfalen-Lippe gegründet. Deren Vorsitzender ist er jedenfalls.

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