Restaurant im Hammer Süden

Grieche „Syrtaki“ geschlossen - Notbremse nach 28 Jahren!

Die Betreiber des „Syrtaki“ haben sich aus Hamm verabschiedet.
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Keine Zukunft gesehen: Die Betreiber des „Syrtaki“ haben sich aus Hamm verabschiedet.

Das griechische Restaurant „Syrtaki“ in Hamm hat den Betrieb eingestellt. 28 Jahre war es an der Feidikstraße 45/Ecke Sedanstraße.

Hamm - Grund für Schließungs-Entscheidung seien die wirtschaftlichen Folgen von Corona, sagt „Dina“ Tsiakalou, die die Gastronomie mit ihrem Mann Christos Argiropoulos betrieben hat. Die Entscheidung sei ihnen nicht leicht gefallen, so die Inhaberin. „Aber hätten wir weitergemacht, hätte uns das ruiniert.“

Tatsächlich waren vor Monaten zu Lockdown-Zeiten schon einmal Gerüchte aufgekommen, das „Syrtaki“ würde schließen. Das hatte Tsiakalou damals gegenüber unserer Zeitung noch dementiert und betont, man werde in jedem Fall versuchen, über den Lockdown hinwegzukommen und den Betrieb weiterzuführen. Dass es eine harte Rechnung werden würde, schien aber schon damals klar. Wie viele andere Betriebe auch versuchte sich das Familienunternehmen, zu dem auch ein Hotel gehörte, mit Außer-Haus-Verkauf über Wasser zu halten.

Nachdem Anfang Juni die Innengastronomie wieder öffnen durfte, waren auch Tsiakalou und Argiropoulos wieder für ihre Gäste da. Doch die Hoffnung, dass der Betrieb wieder richtig ans Laufen kommen würde, ging nicht auf. Ende Juli fällten beide schließlich die Entscheidung, für immer zu schließen. „Es war einfach zu wenig los“, sagt Tsiakalou. Und die Perspektive vieler Gastronomen beurteilt sie trotz Lockerung noch immer nicht als rosig.

Grieche „Syrtaki“ in Hamm geschlossen: „Wollten eigentlich weitermachen...“

Zwar hätten ihr Mann (70) und sie selbst (60) beide ein Alter, in dem man schon einmal über Ruhestand nachdenken dürfte, doch eigentlich sei das nicht der Plan gewesen. „Zwei bis drei Jahre hätten wir schon noch gerne weitermachen wollen“, sagt Tsiakalou. „Aber am Ende waren wir von der gesamten Entwicklung auch müde. Für unsere Gäste tut es uns leid, dass wir diese Entscheidung treffen mussten.“

Einen gastronomischen Neustart an anderer Stelle schließen die beiden momentan aus. Sie ziehen zu ihrer Tochter nach Dortmund. Einen Nachfolger für das Restaurant und Hotel haben sie nicht. Das Objekt hatten sie gemietet.

Mit der Schließung fällt an dieser Stelle ein Fixpunkt weg. Bis zur neuen Quartiersmitte, wie sie hier einst in der Planung für die südliche Innenstadt vorgesehen war, scheint es nun ein umso weiterer Weg.

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