Aktion des BDKJ

Nur noch kurz die Welt retten: Jugendliche wollen sich 72 Stunden lang sozial und politisch engagieren

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Symbolbild

Hamm – Der Countdown für das Wohltätigkeitsprojekt des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend läuft: Ab Donnerstag um 17.07 Uhr wollen sich in ganz Deutschland Tausende Kinder und Jugendliche sozial, ökologisch, interkulturell und politisch für einen guten Zweck engagieren. Bundesweit haben sich 3 300 Gruppen angemeldet – in Hamm sind 17 Teams dabei. Am Sonntag findet die zentrale Abschlussveranstaltung der Aktion auf dem Willy-Brandt-Platz statt.

„Das ist für die Stadt super. Die einzelnen Gruppen sind auch beinahe über das ganze Stadtgebiet verteilt und fiebern der Aktion entgegen“, sagt Vanessa Lichte, Mit-Organisatorin des BDKJ in Hamm. Über ein Jahr der Vorbereitungszeit liegt mittlerweile hinter den Ehrenamtlichen, die die zweite bundesweite Aktion nach 2013 auf die Beine gestellt haben.

In diesem Jahr sind Nachhaltigkeit und Klimaschutz Schwerpunkte des Projekts. Das liege, so Lichte, vor allem daran, dass die entsprechenden Projekte einfach zu planen seien und die Teilnehmer im Anschluss direkt Ergebnisse sehen würden. Neben handwerklichen Projekten engagieren sich die Hammer Teilnehmer aber auch sozial und politisch. Die DPSG Süden veranstaltet beispielsweise ein inklusives Zeltlager, eine Jugendgruppe in Hamm-Norden hat – passend zum 70. Geburtstag der Verfassung – einen „Grundgesetz-Rap“ organisiert.

Vorurteil über "die Jugend von heute" widerlegen

„Oft heißt es, dass mit der Jugend von heute nichts mehr anzufangen ist. Wir wollen zeigen, dass das nicht so ist“, betont Lichte. Sie freue sich vor allem auf das Miteinander während der arbeitsintensiven 72 Stunden. „Das entwickelt oft eine richtige Eigendynamik. Viele Gruppen übernachten auch gemeinsam und verbringen praktisch die komplette Zeit zusammen.

Am Sonntag findet zum Abschluss von 15 bis 18 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz ein buntes Rahmenprogramm statt, bei dem sich die Teilnehmer mit ihren Organisationen und Projekten präsentieren. Musikalisch wird der Nachmittag von der inklusiven „Gummi-Bänd“ aus Lünen und Janine Meyer, Sängerin der Band „Luxuslärm“, begleitet. Nicht mit dabei sein wird indes Schirmherr Kardinal Reinhard Marx, der sich zunächst angekündigt hatte. „Das ist zwar schade, aber für uns steht ohnehin die gute Tat im Mittelpunkt. Wichtig ist, dass wir gemeinsam etwas schaffen“, so Lichte.

Die einzelnen Gruppen und Projekte

  • BDSJ Süddinker: Renovierung eines Jugendraumes

  • Kolpingjugend Westtünnen: Erneuerung Sinnes-Garten an der Alfred-Delp-Schule

  • DPSG Berge: Neugestaltung einer Bahnunterführung an der Werler Straße oder die Verschönerung von Garagentoren

  • Messdiener Franz von Assisi: Gestaltung von Selbstgebasteltem bei einer Postkartenaktion

  • DPSG Süden: inklusives Zeltlager zusammen mit der VKM

  • Jugend BonMichAnto: Renovierung einer Grillhütte in St. Michael

  • KjG St. Georg: Bau eines Hochbeets an der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE)

  • DPSG Hamm-Berge: Medienprojekt

  • Jugend Hamm-Norden: Rap zum Thema „Lebenswelt trifft Grundgesetz“

  • Jugend Hamm-Mitte-Westen: Gestaltung des Kirchgartens an der Liboriuskirche mit Möglichkeiten für Jung und Alt zur Begegnung

  • DPSG Don Bosco: Gestaltung des Kinderspielplatzes an der St. Barbara-Klinik

  • Elisabeth-Lüders-Berufskolleg: Bau eines Gemüsehochbeets an der Wilhelm-Busch-Schule

  • Marienschule: Bewegungsangebot für Kitas und Kinder in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE)

  • KSJ Stadtgruppe Hamm: Internationale Gärten

  • Gemeinschaftsprojekt KjG Heilig Geist, KLJB Bockum-Hövel, Pfarrei Heilig Geist: Neugestaltung des Pfarrheimgartens und Ausbau eines alten Bauwagens

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