Scheidendes Stadtoberhaupt

Noch bis Samstag Oberbürgermeister: Hunsteger verabschiedet sich mit emotionalen Worten - Video online

Die letzte Szene: Hunsteger verlässt an der Hand seines Enkels Julius das Hammer Rathaus.
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Die letzte Szene: Hunsteger verlässt an der Hand seines Enkels Julius das Hammer Rathaus.

Noch einen Tag lang ist Thomas Hunsteger-Petermann Oberbürgermeister der Stadt Hamm. Dann übergibt er die Amtsgeschäfte nach 21 Jahren an seinen Nachfolger Marc Herter. In einem Video verabschiedet er sich bei vielen Hammern und den Mitarbeitern in der Stadtverwaltung.

Hamm - „Ich wünsche erst einmal meinem Nachfolger alles Gute und hoffe, dass Sie als Mitarbeiter oder auch die Menschen in unserer Stadt ihn genau so tragen, wie sie mich in all den Jahren getragen haben.“ Hunsteger steht dabei vor einer vertrauten Kulisse. Aus seinem OB-Büro heraus hatte er vor allem in den vergangenen Monaten immer wieder kleine Videos produziert, um die Hammer auf die Herausforderungen während der Corona-Pandemie vorzubereiten.

Entschuldigung bei denen, „denen ich auf die Füße getreten habe“

Nun ist dem 67-Jährigen zumindest anzumerken, dass er sich auch auf die Zeit nach dem OB-Amt freut. Er blickt zufrieden auf seine Amtszeit zurück, die ihn zuletzt zum dienstältesten Oberbürgermeister in ganz NRW machte. „Wir hatten Höhen und Tiefen in diesen 21 Jahren. Insgesamt glaube ich aber, haben wir alle deutliche Spuren hinterlassen. Ich möchte mich bedanken bei denen, die mir geholfen haben und vielleicht auch entschuldigen, bei denen, denen ich auf die Füße getreten habe“, erklärt Hunsteger. „Ich hatte immer den Eindruck, dass wir diese Stadt im Rahmen des Strukturwandels auch ein ganzes Stück nach vorne gebracht haben.“

Viele Hammer kennen die Stadt gar nicht ohne Hunsteger als Oberbürgermeister. Für sie wird es sicherlich ungewohnt sein, wenn ab Montag Marc Herter neues Stadtoberhaupt ist. „Ich bin ja nicht aus der Welt“, sagt Hunsteger deshalb auch fast beschwichtigend. „Ich wohne in Hamm und werde auch weiter für diese Stadt in verschiedenen ehrenamtlichen Positionen weiterarbeiten.“ Unter anderem an der Waldbühne will der 67-Jährige sein Engagement ausweiten. „Nur aus der Kommunalpolitik darf ich mich heute von Ihnen verabschieden.“

Bilder einer bewegten Karriere

Nach der letzten Ansprache des OBs folgen viele Bilder seiner politischen Karrieren. Etwa von den beiden Begegnungen mit den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI., aus denen der gläubige Katholik viel Kraft zog. Aber auch typische Hunsteger-Fotos, wie er beispielsweise auf einem Bagger sitzt, sind zu sehen. Am Ende des Videos verabschiedet sich Hunsteger von seinem „zweiten Wohnzimmer“ und schreitet zusammen mit Enkel Julius die Rathaus-Treppe hinunter - musikalisch unterlegt mit der Schlager-Schmonzette „Niemals geht man so ganz“ von Trude Herr und Wolfgang Niedecken.

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