„Campus-Maut“ an Hochschule: Was bedeutet das für Hamm?

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Hamm -  Die neue Landesregierung plant für Studenten, die nicht aus der EU kommen, Studiengebühren in Höhe von 1500 Euro zu verlangen.  Von vielen Kritikern wird sie spöttisch Campus-Maut genannt. Betroffen von einer solchen Regelung wären auch Studenten, die an der HSHL studieren.

Derzeit studieren 521 (das entspricht rund neun Prozent) ausländische Studierende an der HSHL. In Hamm sind es 281 ausländische Studierende (ebenfalls rund neun Prozent). Ob diese aus EU- oder Nicht-EU-Staaten kommen, erfasst die HSHL nicht explizit. 

Auf WA-Nachfrage hat die Hochschule sich die Zahlen aus dem laufenden Semester angesehen. Danach kommt die überwiegende Mehrheit – knapp 88 Prozent – aus Nicht-EU-Staaten. Die meisten der ausländischen Studierenden im 1. Semester haben die türkische Staatsbürgerschaft, teilt eine Sprecherin der Hochschule mit. Es sei bekannt, dass im Koalitionsvertrag die Einführung von Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer, die an NRW-Hochschulen studieren möchten, festgehalten wurde. Bisher seien zu diesem Vorhaben aber keine Details bekannt. 

Die Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Isabel Pfeiffer-Poensgen habe Ende des vergangenen Jahres angekündigt, sich zunächst über die Erfahrungen aus Baden-Württemberg zu informieren und die dortige Entwicklung abwarten zu wollen. „Dieses Vorgehen erscheint uns sinnvoll“, teilt die HSHL-Sprecherin mit. Eine konkrete Stellungnahme könne die Hochschule aber erst abgeben, wenn Details zur Umsetzung in Nordrhein-Westfalen bekannt seien. Wichtig sei der Hochschule in jedem Fall, dass die Internationalisierungsbemühungen nicht negativ beeinflusst würden. Ausnahmeregelungen bedenken Grundsätzlich könnten die Beiträge aber durchaus ein Instrument sein, um die Qualität der Lehre weiter zu verbessern und so im internationalen Wettbewerb besser zu bestehen.

 Wert legt die Hochschule aber auch darauf, dass bei den Überlegungen zu Studiengebühren auch Ausnahmeregelungen für Studieninteressierte aus einkommensschwachen Familien bedacht werden, um ihnen trotzdem den Zugang zu den NRW-Hochschulen zu ermöglichen.

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