Frisieren ist Familienangelegenheit

New Look(down): Friseur eröffnet sein Geschäft und muss wegen Corona direkt wieder schließen

Neueröffnung in harten Zeiten: Hanna David (rechts) hat seinen Salon „New Look Haarstudio“ in Hamm eröffnet. Memou Sheyar (links) ist Auszubildender.
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Neueröffnung in harten Zeiten: Hanna David (rechts) hat seinen Salon „New Look Haarstudio“ eröffnet. Memou Sheyar (links) ist Auszubildender.

Er hat seinen Friseursalon als erste Selbstständigkeit gerade eröffnet und nun muss er ihn wegen des Lockdowns vorübergehend schon wieder schließen

Hamm-Mitte – So hatte sich Hanna David seinen Start mit dem „New Look Haarstudio“ an der Südstraße 7 sicher nicht vorgestellt. Nun muss er das Beste aus der Situation machen. Wie so viele Mitbewerber auch.

Der 24-Jährige war im Juli 2015 aus Syrien nach Deutschland gekommen. Frisieren ist Familienangelegenheit, denn auch seine drei Brüder sind Friseure. In Deutschland hat Hanna zügig seinen Hauptschulabschluss gemacht und dann in verschiedenen Salons gearbeitet. Nun war für ihn die Zeit der Selbstständigkeit reif. Gestartet ist er mit kleinem Personal: Neben ihm selbst greifen ein Auszubildender und eine Friseurmeisterin zu Kamm und Schere. Sie ist Voraussetzung dafür, dass „New Look“ ausbilden darf.

Das komplette Programm beim Thema Haare

Hanna bietet sowohl Herren- als auch Damenschnitte, Bartrasur und Kopf- und Gesichtsmassagen an. Fünf Plätze bei den Herren, zwei bei den Damen stehen unter normalen Bedingungen abseits von Corona zur Verfügung. „Wir wollen das komplette Programm für Herren und Damen anbieten und uns nicht auf eine Zielgruppe festlegen“, sagt Hanna.

Dass eine Betriebseröffnung in diesen Zeiten ein Wagnis ist, war ihm bewusst. „Aber ich mache meinen Beruf eben sehr gerne“, sagt er. Jetzt muss er erst einmal durchhalten. Sein Mietvertrag laufe unbefristet, so Hanna. Vorher war hier eine Shisha-Bar.

Mit der Eröffnung des Insolvenz-Hauptverfahrens kann die Klier Hair Group nun die nächsten Schritte in Richtung Sanierung gehen. Dazu gehört die Schließung von unprofitablen Standorten. Ob Hammer Filialen auf der Streichliste stehen, sei momentan reine Spekulation, hieß es.

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