Nächtlicher Feuerwehreinsatz

Mehrere Verletzte nach Gas-Alarm in Bockum-Hövel

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Nächtlicher Einsatz in der Oswaldstraße.

[Update] Durch austretendes Gas sind in Bockum-Hövel fünf Erwachsene und vier zumeist teils sehr junge Kinder verletzt worden. Die Feuerwehr war mit etlichen Kräften im Einsatz - zum Glück schnell genug!

Bockum-Hövel - Nach Angaben der Polizei und der Feuerwehr alarmierten Bewohner des betroffenen Dreifamilienhauses in der Oswaldstraße - nahe der Friedrich-Ebert-Straße - am frühen Mittwoch gegen 3.40 Uhr den Rettungsdienst. Als dieser eintraf, schlug bereits der CO-Warnmelder an, sodass auch die Feuerwehr gerufen wurde. Es wurden starke Kohlenmonoxid-Werte ermittelt. Vorweg: Hätte der Warnmelder nicht angeschlagen und die Bewohner alarmiert, hätte der Vorfall richtig böse ausgehen können.

Zwei Familien aus dem Wohnhaus sowie zwei Ersthelfer aus einem Nachbarhaus (34, 46 Jahre alt) wurden nach Untersuchung durch eine Notärztin in Krankenhäuser gebracht, insgesamt waren es neun Personen. Zwei der verletzten Kinder sind erst 1 Jahr alt, die anderen beiden 3 und 13. Zwei der Betroffenen sollen schwere Symptome gezeigt haben; sie werden voraussichtlich länger im Krankenhaus bleiben müssen. Ob Kinder unter diesen schwerer Verletzten sind, blieb zunächst offen.

Das weiß man zur Ursache:

Als Ursache für das Unglück stellten die Ermittler der Polizei unsachgemäße Umbaumaßnahmen im Bereich des Kamins fest. Durch die Umbauten hätten die Abgase der Gastherme der Wohnung im ersten Obergeschoss nicht vollständig abziehen können.

Gegen den Hauseigentümer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittlungen dauern weiter an.

Viele Einsatzkräfte vor Ort

Durch die Stadtwerke waren noch in der Nacht vorsichtshalber die Therme und die Gasleitung des Hauses abgestellt worden. Die Wohnung wurde kräftig durchgelüftet.

Im Einsatz waren insgesamt 34 Kräfte der Berufsfeuerwehr, des Einsatzbereiches Hövel und des Rettungsdienstes sowie Mitarbeiter der Stadtwerke. Nach anderthalb Stunden war der Einsatz beendet und die Örtlichkeit an die Polizei übergeben. Deren Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

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