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Neun neue Tempo-30-Bereiche für Hamm - FDP in Abwehrhaltung

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Von: Markus Hanneken, Cedric Sporkert

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Warten auf Tempo 30 dpa
Warten auf Tempo 30: An immer mehr großen und kleinen Straßen in Hamm sollen Autos und Lkw bald langsamer fahren. © Markus Klümper/dpa (Symbolbild)

In Hamm werden gleich neun weitere Tempo-30-Zonen eingerichtet, und zwar auch auf einigen großen Straßen. Die FDP - immerhin Teil der Ampelkoalition - hebt den mahnenden Zeigefinger.

Hamm - Das Thema neue „Tempo-30-Abschnitte“ stand zwar auf der Tagesordnung der jüngsten Ratssitzung, doch besagte Mitteilungsvorlage war nur noch theoretischer Natur. Tatsächlich wurden die Entscheidungen bereits ein Jahr getroffen. Das „Go“ des Rates erfolgte nämlich bereits im Rahmen des Prüfauftrags für solche Geschwindigkeitsreduzierungen in Bereichen rund um Schulen, Kitas und Heime an die Verwaltung vor einem Jahr.

An neun Stellen im Stadtgebiet werden somit - wie bereits hier auf WA.de kommuniziert - künftig neue Tempo-30-Abschnitte eingerichtet. Betroffen sind die Werler Straße in Höhe von Kinderklinik und EVK, die Wilhelmstraße, die Adenauerallee vor dem Wassersportzentrum und dem Hammonense, der Alte Uentroper Weg, die Marker Allee, die Hammer und Mansfelder Straße (siehe auch Übersicht weiter unten, hier klicken).

FDP fordert Gutachten für geplante Tempo-30-Bereiche

Die FDP trägt einige der Entscheidungen zwar mit, geht aber mit Blick auf einige andere sowie auf mögliche weitergehende Neuerungen schon mal in Angriffsstellung: „Ein flächendeckendes Tempo 30 in Hamm wird es mit der FDP nicht geben“, betont der Fraktionschef Ingo Müller.

Vor Schulen oder Seniorenheimen sei Tempo 30 unstrittig, denn dort diene die Regelung ganz klar dem Schutz der Menschen, sagt Müller. Die Mitteilungsvorlage gehe aber in einigen Punkten zu weit: „Wir fordern Statistiken, die belegen, warum an den einzelnen Strecken die Höchstgeschwindigkeit heruntergesetzt werden soll.“ Völlig kontraproduktiv sei Tempo 30 vor allem dann, wenn die Regelung auch den Busverkehr verlangsame: „Damit würde der ÖPNV im Ergebnis unattraktiver gemacht.“ Konkrete Beispiele nennt Müller aber nicht.

Der FDP-Vorsitzende verweist auf Gutachten, wie sie etwa dem NRW-Landtag vorgelegt wurden. Demnach führt Tempo 30 Studien zufolge sogar zu einer Abnahme der Verkehrsleistung, weil sich dann mehr Verkehr auf einem einzelnen Straßenabschnitt verdichtet.

Tempo 30 in Hamm - geprüft, beschlossen oder abgelehnt:

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