Neues von der Feuerwehr Hamm

Rettungsdienst zieht in Container - Provisorium kostet 300.000 Euro

Die Container an der Rettungswache Ost am Hohefeldweg sollen etwa ein Jahr stehen.
+
Die Container an der Rettungswache Ost am Hohefeldweg sollen etwa ein Jahr stehen.

An der Feuer- und Rettungswache Ost in Hamm gibt es jetzt ein Provisorium für fast 300.000 Euro. Der ungewöhnliche Vorgang hat direkt etwas mit Corona zu tun.

Hamm-Osten – Es hatte ein bisschen was vom 90er Jahre-Kultspiel Tetris, als die Mitarbeiter einer Spezialfirma vor wenigen Tagen zwölf Container an der Feuer- und Rettungswache Ost am Hohefeldweg per Kran zu einer Einheit zusammenstellten. Denn: Es kam auf jeden Zentimeter an. Bis die Container in Betrieb genommen werden, sind zunächst aber noch einige Arbeiten notwendig. Sobald diese abgeschlossen sind, wird der zurzeit in den Ahsepark ausgegliederte Rettungsdienst in die Container und damit wieder zur Wache Ost zurückziehen.

Seit Anfang 2021 sind der Rettungsdienst und die Feuerwehrleute von der Wache Ost separat untergebracht. Während die Brandschützer weiterhin am Hohefeldweg auf Einsätze warten, sind die Mitarbeiter des Rettungsdienstes im Ahsepark beheimatet. Der Grund dafür liegt im Coronaschutz: Durch die räumliche Trennung wollte die Stadt sicherstellen, dass im Falle einer Coronainfektion eines Mitarbeiters nicht gleich die ganze Wache in Quarantäne muss.

Temporäre Wache am Ahsepark

Die strikte räumliche Trennung, mit der auch die Kontaktketten kurz gehalten werden sollten, war aber nicht möglich. Denn: Die Toiletten, der Aufenthaltsraum und die Küche stehen nur einmal zur Verfügung, so dass eine „Vermischung“ nicht ausgeschlossen werden konnte, wie die Stadt damals erklärte. Deshalb zog der Rettungsdienst zunächst zur temporären Wache am Ahsepark um.

Aktuell ist der Rettungsdienst im Ahsepark stationiert.

Mit der Containeranlage als Erweiterung der Feuer- und Rettungswache Ost am Hohefeldweg ist nun aber eine Lösung geschaffen worden.

Inbetriebnahme kommende Woche

Am Dienstag musste zunächst die Containeranlage eingemessen und Fundamentplatten gesetzt werden. Am Mittwoch hat eine Firma die Container angeliefert und zu einer Einheit zusammengesetzt. Die Abnahme der Container sei für Ende dieser Woche geplant, erklärt der Stadtsprecher das weitere Prozedere. Sollte diese Abnahme reibungslos erfolgen, „können die Container ab dem 19. April bezogen werden“. Einziehen werden in die Containeranlage die Mitarbeiter des Rettungsdienstes, die aktuell noch am Ahsepark untergebracht sind.

Wenn Corona irgendwann einmal kein Thema mehr ist, sollen der Rettungsdienst und die Feuerwehrleute wieder unter einem Dach auf Einsätze warten können. Die Container sind daher aktuell auf eine Standzeit von zwölf Monaten ausgerichtet. Stand jetzt bleibt es bei den kalkulierten Kosten von rund 290.000 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare