Drei Mitarbeiterinnen zeitgleich in Schwangerschaft und Elternzeit

Baby-Glück im „Haus der Jugend" in Herringen

Das Jugend- und Stadtteilzentrum „Haus der Jugend“ stellt seine neuen Mitarbeiter vor.
+
Nach drei Schwangerschaften hat sich das Team im „Haus der Jugend“ stark verändert. Heiko Sachtleber (Awo, links) und Karoline Kluger (Stadt Hamm, rechts) freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Chris Kosian (von links), Lina Hangebrauck, Anika Hartung sowie Marcel Dzeik.

Das Team des Jugend- und Stadtteilzentrums „Haus der Jugend“ hat seine Arbeit nach der Sommerpause mit einem fast komplett neuen Team gestartet

Herringen – Mit Razije Duman (Stadtteilkoordinatorin und Leiterin der Einrichtung), Anneke Hammerl-Wehmeier (Leiterin Offener Bereich) und Lisa Palmieri (Stadtteilarbeiterin der Awo) haben sich gleich drei Kolleginnen vorerst in Schwangerschaft und Elternzeit verabschiedet und werden frühestens in eineinhalb Jahren zurückkehren.

Dass dennoch keine personelle Lücke entstanden ist, freut vor allem Karoline Kluger, Sachgebietsleitung der Jugend- und Stadtteilzentren in der Stadt Hamm, und Heiko Sachtleber, Abteilungsleiter Jugend- und Familienhilfe bei der Awo Ruhr-Lippe-Ems. Denn mit Anika Hartung (Leitung und Stadtteilkoordination), Lina Hangebrauck (Leitung offener Bereich) und Chris Kosian (Stadtteilarbeiter) konnten alle Stellen wieder besetzt werden. „Das war uns sehr wichtig“, sagte Kluger. Gerade während der Corona-Pandemie habe es sich gezeigt, wie wichtig die Arbeit in den Stadtteil- und Jugendzentren sei. Über mehrere Wochen hätten die nur über soziale Medien wie Twitter, Instagram, WhatsApp oder Facebook Kontakt zu den Jugendlichen halten können. „Vielen, und das haben wir aus Gesprächen mit den Kindern und Jugendlichen erfahren, ist jedoch der persönliche Kontakt zu den Mitarbeitern wichtig.“ Andere hingegen habe man nur über die Online-Plattformen erreichen können. „Auf diese Weise konnten wir in den vergangenen Monaten stadtweit Kontakt zu rund 12 000 Kindern und Jugendlichen halten“, so Kluger.

Sorge wegen Pandemie-Entwicklung

Mit Sorgen betrachten sie und das Team vom „Haus der Jugend“ daher die stark angestiegene Zahl der Corona-Fälle in Hamm – und das zu einem Zeitpunkt, wo sich die Zahl der Besucher gerade erste wieder auf dem Niveau der Monate vor der Pandemie eingependelt hat. „Zuletzt hatten wir täglich wieder rund 40 junge Menschen, die uns den Nachmittag über besuchen“, freute sich der stellvertretende Einrichtungsleiter Marcel Dzeik.

Auch Anika Hartung ist über diesen Zuspruch froh. Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen konnte die 37-jährige Diplom-Pädagogin – zuletzt war sie im Stiftungswesen tätig – im Jugend- und Stadtteilzentrum Bockum-Hövel sammeln.

Dort war seit Februar auch Lina Hangebrauck, die zuvor ihr Studium als Sozialarbeiterin abgeschlossen hatte, tätig. Coronabedingt war die 24-Jährige zwischenzeitlich auch anderweitig für die Stadt Hamm im Einsatz.

Ein bekanntes Gesicht im „Haus der Jugend“ ist hingegen Chris Kosian. 2019 hatte er dort als Werkstudent angefangen, um neben seinem Studium der Sozialen Arbeit auch praktische Erfahrungen sammeln zu können. Sein Studium setzt der 25-Jährige derzeit an der Katholischen Hochschule Münster mit dem Schwerpunkt Netzwerkarbeit fort. Seine halbe Stelle als Stadtteilarbeiter könne er damit prima verbinden, so Kosian. In seiner neuen Funktion im Jugend- und Stadtteilzentrum kümmere er sich unter anderem um die Netzwerkarbeit und das Jugendforum. Wie Kosian sagte, bereite er das nächste Jugendforum aktuell vor. Coronabedingt werde er die Wünsche und Anregungen der Kinder und Jugendlichen sowie ihre Vorschläge, was mit dem Budget von 5000 Euro passiert, aber nur auf einer Stellwand sammeln können

Plan für Herbstferien

In Corona-Zeiten hat das Jugend- und Stadtteilzentrum „Haus der Jugend“ bislang von 14.30 bis 18 Uhr geöffnet. Neben dem Offenen Bereich gibt es täglich zwei feste Angebote. Im Haus müssen die Besucher eine Maske tragen und ihre Kontaktdaten hinterlassen. Stand jetzt soll es in den Herbstferien wieder einen Ferienspaß geben (12. bis 23. Oktober) – und zwar immer von 12 bis 16 Uhr und mit einigen sportlichen und kreativen Angeboten. Anmeldungen sind nicht erforderlich. Drei Aktionen finden in Kooperation mit dem Jugend- und Stadtteilzentrum Bockum-Hövel statt: eine digitale Schnitzeljagd, zwei Open-Air-Kinos und ein Kegelturnier im „Haus der Jugend“. Für diese Aktionen ist eine Anmeldung im Herringer Jugendzentrum, Telefon 43 81 68, erforderlich. Nach den Herbstferien bleibt das Jugend- und Stadtteilzentrum eine Woche lang geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare