Neues Spitzenteam

Der scheidende Vorsitzende, Ulrich Schölermann (hinten) ehrte für 25-jährige Mitgliedschaft (von links): Stefanie Gubielo, Horst Kötter, Erika Siebel und Helga Steimann. ▪

HEESSEN ▪ Irene Weigt heißt die neue Vorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu) Hamm. Bei der Jahreshauptversammlung im Haus Busmann wurde sie zur Nachfolgerin von Ulrich Schölermann gewählt, der sich unter anderem aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stellte.

Neu in ihre Ämter kamen auch Johan Kois und Jürgen Hundorf als stellvertretende Vorsitzende sowie Helene Anlauf-Zindel als Kassiererin. Die bisherige 2. Vorsitzende, Stefanie Tilg, und der ehemalige Schatzmeister, Peter Schäfer, werden im zehnköpfigen Beirat aktiv bleiben.

In einem ausführlichen Tätigkeitsbericht informierte Schölermann über die Arbeit des vergangenen Jahres. Dabei trug er auch die Misserfolge vor: Fällung der Bäume am Burghügel Mark, Fällung der Bäume am Ostring, Beschluss zum Bau des Radweges auf der alten Bahntrasse zwischen Königsborn und Welver sowie der Bau eines Wendehammers in einem Naturschutzgebiet. Der Einsatz des Naturschutzbundes und intensive Gespräche mit den Mandatsträgern hätten in diesen Punkte nicht zu einem Umdenken geführt. Er sehe für sich keine Möglichkeit, mehr für den Naturschutz in Hamm erreichen zu können, nannte Schölermann einen weiteren Grund für seinen Rückzug als Vorsitzender.

Dennoch konnte er auch etliche Erfolge in seinem Bericht anführen. Das Nabu-Grundstück in der Haarenschen Heide wurde im Herbst von vielen Vögeln als Rast- und Brutplatz genutzt. Der Vorschlag des Nabu, den alten Sprengstoffbunker an Schacht 7 als Fledermausquartier zu nutzen, wurde schnell und problemlos umgesetzt. Die Arbeiten des Nabu an der Orchideenwiese zeitigen schöne Erfolge. Weiterhin war die Beteiligung an der Aktion „Das schwalbenfreundliche Haus“ sehr gut. Überrascht wurde der Nabu von der großartigen Beteiligung an der kürzlich durchgeführten Vogelzählaktion „Stunde der Wintervögel“.

Weiterhin hat der Nabu Hamm den Beschluss der Mitgliederversammlung aus dem Jahr 2010 umgesetzt und eine Unterstiftung Hamm der Nabu-Stiftung „Naturerbe NRW“ gegründet. Das hilft zum einen direkt bei der Finanzierung eigener Aktionen. Zum anderen kann der Nabu Hamm aber auch Projekte anmelden und über die große Stiftung Unterstützung bekommen. Und nicht zuletzt hat sich unter Schölermanns Vorsitz und mit Unterstützung des Landesverbandes die Mitgliederzahl in den vergangenen beiden Jahren von 485 auf 917 fast verdoppelt.

Aus diesem großen Potenzial will die neue Vorsitzende, Irene Weigt, Menschen gewinnen, die sich in Aktionen und bei Projekten einbringen. Auch wer kein regelmäßiges Engagement leisten könne, habe vielleicht die Möglichkeit, sich etwa ein- oder zweimal beim Mähen von Wiesen zu beteiligen, so Weigt. Sie lädt alle Interessierten ein, zu den monatlichen Treffen ins Haus Busmann zu kommen, um dort erst einmal locker Kontakt zu knüpfen. ▪ jim

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