Neues Stadion soll auch Rockstars nach Hamm locken

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Symbolbild

Hamm - Der Neubau eines Fußballstadions wird Hamm auch für nichtsportliche Großveranstaltungen attraktiv machen. Davon geht jedenfalls Kai Hegemann, der sportpolitische Sprecher der CDU, aus.

Hegemann und der SPD-Ratsfraktionschef Dennis Kocker hatten jüngst den Aus- oder Neubau eines Stadions für höherklassigen Fußball in Hamm gefordert.

Eine solche Anlage, so Hegemann, könne auch für Konzerte oder andere Großveranstaltungen genutzt werden – hier gebe es immer wieder Nachfragen, die in Hamm nicht bedient werden könnten (WA berichtete). Konkret fällt Hegemann hier jedoch nur eine Sportveranstaltung ein: Die Europäischen Spiele der Gymnastinnen wären für Hamm interessant gewesen, die Stadt sei jedoch durchs Raster gefallen, weil das passende Stadion fehle.

Ob es außerhalb des Sports einen Bedarf für ein Stadion gibt, ist ungeklärt. Auch Stadtmarketing-Chef Ralf Hohoff vermochte keine Band zu nennen, die wegen der Stadionfrage einen Auftritt in Hamm abgelehnt habe. Hegemann ist sich sicher, dass hier derzeit vieles an Hamm vorbei geht. Doch wenn eine neue Arena stehe, so der Unionspolitiker, kämen auch die gewünschten Veranstaltungen in die Stadt.

Ob Hamm in punkto Rock und Pop ins Schema der Konzertveranstalter passt, ist jedoch fraglich. Schließlich herrscht bei Konzertarenen in Nordrhein-Westfalen nach einem Bauboom in den vergangenen Jahren ein Überangebot.

Vorbehalte bei FDP und Pro Hamm

Die FDP und die Wählergruppe Pro Hamm äußern Vorbehalte gegen einen möglichen Stadionbau. So fordert die FDP, die „grundsätzlich Verständnis hat für das Anliegen von Fußball-Vereinen, in Hamm ein Stadion einzurichten, das mindestens den Kriterien für die Regionalliga entspricht“, nachdrücklich, dass aus Kostengründen ein Um- vor einem Neubau stehen müsse. Auch Pro Hamm erinnert an die „knappe Kasse“ der Stadt Hamm. „Wir sehen nicht die Stadt in der Pflicht, den finanziellen Kraftakt zu stemmen. Wir reden hier nicht von Kosten von einigen wenigen Zehntausend Euro, sondern von einer Summe, die an die Million oder gar mehr betragen kann. Hinzu kommen laufende Betriebskosten“, schreibt Erol Gürle, der sportpolitische Sprecher von Pro Hamm. - jf/WA

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