Sport hier, Zucht da

Neues Hundesportzentrum in Hamm trotz Pandemie gegründet

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Das jüngste Vereinsmitglied im neuen Hundesportverein – und schon überaus erfolgreich: Miray Schöttner übt beim Hundesportzentrum Hamm-Berge mit Schäferhund Kallisto.

Stöckchen holen und Ball werfen war gestern: War die Beschäftigung mit dem Hund früher meist auf das Gassigehen mit ein paar kleine Spielchen beschränkt, geht der Trend mittlerweile immer mehr zum Hundesport – egal, ob es um Agility, Rally Obedience oder andere Sportarten geht, bei denen sich Hund und Halter gemeinsam bewegen. Genau das möchte das neue Hundesportzentrum (HSZ) Hamm-Berge fördern.

Berge – „Wir haben uns im Mai gegründet“, erklärt die stellvertretende Vorsitzende Ellen Niggemann, die genau wie die anderen Vorstandsmitglieder keine Unbekannte in der Hundeszene ist. Denn die, die das HSZ ins Leben gerufen haben, sind auch in der Ortsgruppe Berge des Schäferhundevereins (SV) aktiv. Dabei nutzen beide Vereine das von der Stadt gepachtete Trainingsareal an der Rottwiese 5 unweit des Pilsholzwaldes. Ob es sich also um einen Konkurrenzverein handelt? Nein: „Wir wollten Zucht und Sport trennen“, erklärt HSZ-Geschäftsführer Horst Niggemann, zugleich Vorsitzender des SV. Denn: Während der Schäferhundeverein auf Zucht ausgerichtet ist, geht es beim neuen Hundesportzentrum um den Sport mit Hunden jeglicher Rassen. „Wir bestehen nebeneinander“, sagt Niggemann.

Mit bisher 20 Mitgliedern und Hunden vom Gordon Setter bis zum Dackel und Samojede hat das Hundesportzentrum Hamm-Berge bereits einen guten Zuspruch. Was es anbietet? Angefangen bei der noch recht jungen Sportart Hoopers über die Ausbildung für Rettungshunde, Schutzhundesport und Fun Agility ist alles dabei. Durchaus als Schwerpunkt bezeichnen kann man aber das sogenannte Rally Obedience, bei dem Hund und Mensch einen Parcours mit bis zu 24 Stationen in vier Minuten absolvieren und an den Stationen Anweisungen befolgen müssen.

Es kommt auf Teamarbeit an

Dabei komme es vor allem auf eines an: „Teamarbeit“, so die stellvertretende Vorsitzende und Ausbildungsleiterin Ellen Niggemann. Gut auch: Rally Obedience sei für alle Altersklassen geeignet, vom Kind bis zum Senior. Das vielleicht Wichtigste sei jedoch der Spaß an der gemeinsamen Bewegung und der Arbeit mit dem Hund.

Neben den drei Mal wöchentlich stattfindenden Trainingsstunden hat der noch junge Verein am vergangenen Wochenende auch erstmals eine Veranstaltung durchgeführt. Bei dem Rally-Obedience-Turnier nahmen 49 Teams aus ganz Deutschland in fünf Klassen teil, 47 davon bestanden die Prüfungen.

Richtig gut schnitt Miray Schöttner ab, die mit gerade mal neun Jahren eine der jüngsten Teilnehmerinnen war und für das heimische HSZ antrat. Mit ihrem Hund Kallisto erreichte sie, die erst vor gut einem Jahr mit Turnieren beginn, mit 94 von 100 Punkten die Bestnote „vorzüglich“. Ein schöner Erfolg für den gastgebenden Verein war es auch deshalb, weil das neue Hundesportzentrum einen Schwerpunkt auf die Jugendarbeit legt. Denn: „Das ist die Zukuft des Vereins“, so Andree Flenner.

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