Neues Beben in Pelkum: Ziege soll vor Schreck umgefallen sein

Das erste Beben im Umfeld der früheren Zeche haben viele Hammer gespürt.
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Das erste Beben im Umfeld der früheren Zeche haben viele Hammer gespürt. (Symbolbild)

So verschieden können die Wahrnehmungen sein! Von „extrem“ über „hat ganz gut gewackelt“ bis hin zu „nur schwach“ oder „habe nichts gespürt“ reichten die Kommentare zu dem ersten Beben in diesem Jahr, das am Donnerstag um 9.21 Uhr vor allem in Pelkum, aber auch in Teilen Herringens zu spüren war.

Pelkum/Herringen - Nach Angaben des Seismologischen Observatoriums der Ruhr-Uni Bochum vom Donnerstagnachmittag hatte das Beben am Donnerstagvormittag die Stärke 1,7 auf der Richterskala, nachdem zunächst noch von der Stärke 1,9 die Rede war. Das Epizentrum in 1,7 Kilometer Tiefe lag – mal wieder – südlich der Straße Deutzholz und damit in unmittelbarer Nähe der Bergehalde „Sundernrücken“.

Mit 2,3 beziehungsweise 1,9 Millimetern in der Sekunde wurde an den umliegenden Messstationen in der Westerheide-Siedlung beziehungsweise im Deutzholz auch die höchste Schwinggeschwindigkeit gemessen. „Je weiter die Messstationen vom Epizentrum entfernt sind, um so geringer wurde sie“, erklärte Fischer.

Dass das Beben dennoch nicht so ganz ohne war, macht ein Blick ins 180 Kilometer entfernt gelegene Clausthal-Zellerfeld deutlich. Auch dort haben die Seismografen die Erschütterung registriert.

Erschütterung im Umfeld der Zeche Heinrich Robert

Auf der Pelkumer Facebook-Seite berichteten Anwohner unter anderem von „klirrenden Gläsern“, „leichten Schwankungen“ , „deutlichen Vibrationen“ und verängstigten Haustieren. An der Alten Landwehrstraße soll sogar eine Ziege vor Schreck umgefallen sein. Meldungen kamen darüber hinaus unter anderem aus der Kopernikusstraße, der Wilhelm-Hokamp-Straße. dem Meereweg, der Kamener Straße, der Straße An der Bürgerhalle sowie von der Großen Werlstraße/Ecke Virchowstraße. Über Schäden wurde allerdings nicht berichtet.

Das Ereignis vom Donnerstag war die erste größere Erschütterung im Umfeld der Zeche Heinrich Robert in diesem Jahr. Vermutlich hängt die verstärkte Bebentätigkeit mit dem steigenden Grubenwasserspiegel zusammen. Aktuell läuft hierzu ein Forschungsprojekt der Ruhr-Uni.

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