Neues aus dem Maxicenter: Wechsel im Hause Deppenkemper

Andreas Deppenkemper und Sandra Damberg
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Soll Geschäfts- und Bürostandort bleiben: Andreas Deppenkemper und Sandra Damberg (Mode Deppenkemper an der Ostwennemarstraße) sind sowohl als Miteigentümer des Wohn- und Geschäftshauses als auch als Mitgestalter des Maxicenters interessiert am Erhalt und der Weiterentwicklung des Gewerbe- und Geschäftsstandorts.

Lange Leerstände im stark frequentierten Nahversorgungszentrum Maxicenter dürften auch in Corona-Zeiten nicht zu erwarten sein.

Werries – Der Standort ist gefragt. Das zeigte zuletzt der Einzug von Kik ins ehemalige Sportgeschäft. Deshalb ist Andreas Deppenkemper guter Hoffnung, dass die Räume der Rechtsanwaltssozietät Deppenkemper & Burgard an der Moritz-Bacharach-Straße bald wieder belegt sein werden.

Im Erdgeschoss lenken das Fahrradgeschäft Velocity und Sport Deppenkemper die Blicke auf sich. Da fällt es kaum auf, dass die Rollläden im ersten Obergeschoss überwiegend geschlossen sind. Doch der rote Aufkleber auf dem Wandschild der Sozietät fällt auf: „Wir sind umgezogen“.

Grund ist ein Generationswechsel. Seit 1987 ist die Kanzlei in Werries gewesen. Zunächst am Alten Uentroper Weg, dann, ab April 1996, mit der Fertigstellung des Geschäfts- und Wohnhauses am Maxicenter. Dort sitzt Andreas Deppenkemper quasi auf gepackten Kartons, die er und die Mitarbeiter nach und nach zur Josef-Wiefels-Straße bringt. Der „technische Umzug“ sei bereits erfolgt, wie er sagt.

In der Innenstadt geht die Werrieser Kanzlei mit „Berghoff Salomon“ unter dem neuen Namen „Berghoff Deppenkemper“ einen gemeinsamen Weg. Eine Zusammenarbeit, insbesondere in notariellen Angelegenheiten, bestand zuvor schon. Sie wird intensiviert.

Auch Generationswechsel treibende Kraft

„Den Gedanken hatten wir schon länger“, sagt Roman Deppenkemper, der seit 2019 wie sein Vater als Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht in der Kanzlei wirkt. Das Ausscheiden von Volker Burgard aus der Sozietät hat die Überlegungen „ursächlich“ beschleunigt. Der Grünen-Politiker ist Anfang März als Klimaschutz-Dezernent ins Rathaus gewechselt. Mit Henning Reinold ist die Werrieser Kanzlei wieder mit drei Juristen besetzt gewesen, wie sonst auch. Am neuen Standort in der Innenstadt wollen sie mit dem Berghoff-Team die bisherigen Schwerpunkte ausbauen.

Der Generationswechsel ist eine weitere treibende Kraft. Sowohl Andreas Deppenkemper als auch Dr. Erhard Berghoff nehmen ihren Ruhestand in den Blick, wenn auch nicht so schnell wie Dr. Richard Salomon. „Es ist schön für uns zu wissen, es geht weiter“, sagt Deppenkemper, „schön, den Generationswechsel einfädeln und begleiten zu können.“ Denn auch Berghoffs Sohn Dominik steht für die Fortsetzung an der Josef-Wiefels-Straße.

So werden die etwas mehr als 200 Quadratmeter Bürofläche am Maxicenter in den kommenden Tagen frei. Platz für eine Arztpraxis, für Unterrichtsräume, eine NachhilfeEinrichtung oder ein Kosmetikstudio, sagt Deppenkemper über mögliche Nachmieter. Als einer der beiden größeren Miteigentümer des Geschäfts- und Wohnhauses und aus einer Familie, die mit der heimischen Geschäftswelt verbunden ist, hat der Werrieser ein starkes Interesse an der positiven Entwicklung des Standortes.

Zoeger weiß: „Der Standort ist interessant“

Leerstände im Maxicenter sind in der Regel nicht von Dauer – ausgenommen die in die Jahre gekommene und seit langem in der Kritik bleibenden alten Passage. Woran die gute Belegung liegt? „Der Standort ist interessant“, sagt Guido Voß. Der Geschäftsführer von Zoeger Immobilien war schon vor 25 Jahren mit der Vermarktung beauftragt. „Viel Arbeit“, erinnert er sich, „aber das war eine andere Zeit.“ Ausstattungen wie Fahrstuhl und die ebenerdig erreichbaren Räumlichkeiten machten bestehende Gewerbeeinheiten wie die am Maxicenter flexibel, auch bei der räumlichen Einteilung von Gewerbeeinheiten.

Das sagt er nicht nur mit Blick auf die Vermarktung, die er als Makler im Fokus hat, sondern auch auf die Standortentwicklung. Die Pläne für die „Neue Mitte“ strahlen in den gewerblichen Bereich.

Deppenkemper vermisst zum Beispiel ein Café im Maxicenter, das den Kundenströmen und sicherlich auch den -bedürfnissen gerecht wird. Ein Medizinisches Versorgungszentrum könnte im Umfeld des Nahversorgungszentrums entstehen und weitere Einrichtungen.

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