Auch Lieferdienst im Angebot

Spätverkauf, Hotdog-Stand: Hammer zeigt mit neuem Angebot Mut

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Aytekin Akbaba (Mitte) betreibt seinen Kiosk mit den Söhnen Devran (rechts) und Miran. Er möchte den Kunden gerne frische Waren anbieten, keine Tiefkühlkost.

In einer Zeit, in der alle nur von Krise reden, hat ein Bockum-Höveler Mut gezeigt und sich den Traum von der Selbstständigkeit erfüllt.

Bockum-Hövel – Am Pfingstmontag eröffnete Aytekin Akbaba an der Hohenhöveler Straße 20 sein Geschäft „Aytek‘s Kiosk mit Bistro“. „Ich habe lange geplant, um ein anderes Konzept als die üblichen Kioskbetriebe umzusetzen“, sagt der Existenzgründer. Bei ihm sollen Qualität, Frische und vor allem die komplette Service-Orientierung für langfristig zufriedene Kunden sorgen.

Das Geschäft hat er mit neuem, übersichtlichem Mobiliar ausgestattet. Seine Produktpalette reicht von Lebensmitteln, Süßigkeiten, Getränken und Hygiene-Artikeln bis zu Haushaltsgeräten und vielem mehr. Die Brötchen werden vom Bäcker geliefert und das Rührei und die Köfte werden ebenso täglich frisch zubereitet wie alle belegten Brötchen. „Ich wollte keine Tiefkühl-Aufbackwaren anbieten“, sagt Akbaba. Sogar sein Kaffee-Vollautomat ist ein Spitzenprodukt, das zahlreiche verschiedene Spezialitäten in Kaffeehaus-Qualität zubereitet.

Der Clou ist aber der Hot-Dog-Stand, an dem sich jeder seine Rindswurst im Brötchen selbst belegen kann. „Das Prinzip kennt man sonst von Ikea“, sagt Akbaba. Die für die Lebensmittelzubereitung erforderliche Küche ist ebenfalls brandneu. Hygiene schreibt der Jungunternehmer groß: „Ob Maske, Handschuhe, Hand- oder Flächendesinfektion, hier wird an alles gedacht“, sagt er. Derzeit dürfen sich nur drei Kunden gleichzeitig im Geschäft aufhalten, aber wenn diese Zeit vorbei ist, laden eine Couch und ein Tisch zum entspannten Snacken ein.

Früh geöffnet und Auslieferung

„Die Idee von mir war, eine Art Spätkauf zu eröffnen“, sagt der Unternehmer. Man kenne das sonst nur aus noch deutlich größeren Städten als Hamm. Das bedeutet aber nicht, dass er spät anfängt: Bereits ab fünf Uhr in der Früh verkauft er frisch belegte Brötchen und Kaffee. „Ich habe selbst lange im Schichtdienst gearbeitet und mich immer geärgert, wenn ich dann noch nichts Vernünftiges bekommen habe“, sagt Akbaba.

Hinter dem Wort Spätkauf verberge sich eher die Möglichkeit, eine breite Produktpalette zu vergleichsweise günstigen Preisen erhalten zu können. So hat er von montags bis freitags von 5 bis 24 Uhr geöffnet, samstags, sonntags und an Feiertagen beginnt er um 10 Uhr, hat dafür am Samstagabend aber sogar bis 2 Uhr geöffnet.

Ein besonderer Service ist zudem die Auslieferung: Täglich bietet er den Zustelldienst seiner Waren zwischen 18 und 22 Uhr, nach Vorbestellung auch außerhalb dieses Zeitfensters an. „Ob Bewohner im Seniorenheim, Patienten des St.-Josef-Krankenhauses, oder Familien, denen abends die Getränke ausgehen, ein Anruf genügt und die Ware kommt“, so Akbaba. Außer bei Tabakwaren genügt ein Einkauf von 15 Euro, und die Lieferung kommt frei Haus. „Ansonsten werden aber auch nur drei Euro fällig“, so der Inhaber.

Mit Mitte 40 habe er sein Leben noch einmal ändern wollen und nun freut er sich auf alle interessierten Kunden und deren Anregungen.

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