Giancarlo Roffo und seine Tochter Mariangela wollen ihre „Salumeria Italiana“ eröffnen

Süditalienische Feinkost soll die Hammer Innenstadt bereichern

Giancarlo Roffo präsentiert einen Schinken im Feinkostladen.
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Giancarlo Roffo präsentiert einen Schinken im Feinkostladen.

Nach einer wechselvollen Geschichte und mehrjährigem Leerstand wird die Oststraße 16 nun wieder belebt: Giancarlo Roffo (70) und seine Tochter Mariangela (37) wollen dort so bald wie möglich italienische Feinkost, Weine, Espresso und kleine Speisen zum Verzehr vor Ort anbieten.

Hamm – Das Ladenlokal ist Café und Verkaufsraum zugleich. Vorher befand sich hier das Café Egoist, danach das Café Corso und in einem weiteren kurzen Intermezzo bis 2015 die Eisbar Dolce Grazie.

Roffo hat für seine Kunden eine Palette ausgewählter Produkte zusammengestellt, die vorwiegend aus Kampanien, der Region um Neapel, im Südwesten Italiens und Sizilien stammen. Dazu gehören unter anderem Weine aus lokalen Kellereien, besondere Nudelsorten, Gebäck, Pesto, Limonaden und eingelegte Produkte. Roffos Familie stammt ursprünglich aus Neapel. Mit seinen Produkten ist er bestens vertraut und gibt aus langjähriger Erfahrung gerne Empfehlungen zum Beispiel bei der Zusammenstellung von Speisen und passenden Weinen.

Produkte von ausgewählten Händlern

Der 70-Jährige kauft seine Produkte bei ausgewählten Händlern oder importiert auch direkt. „Kunden finden hier Dinge, die nicht im Supermarkt nebenan erhältlich sind“, sagt Roffo. „Das ist mir wichtig. Sonst müsste ich das hier nicht machen.“ Neben Mortadella, Salami, Schinken und Käse frisch aufgeschnitten für zu Hause bieten Roffo und seine Tochter Kaffee und kleine kalte Speisen vor Ort an. Einen Restaurantbetrieb am Abend soll es nicht geben.

Mit dem neuen Angebot schließt sich nicht nur ein Leerstand, sondern auch eine Versorgungslücke in einem bestimmten Warensegment: Nach dem Ende von Mersch & Röper beziehungsweise Werner Reumkes Natur- und Feinkostladen an der Nassauerstraße und dem Rückzug von Feinkost Kosinowski im Klosterdrubbel fehlte der Innenstadt ein ähnlicher gleichwertiger Anbieter.

50 Jahre Berufserfahrung

Roffo ist kein Unbekannter in Hamm und Umgebung. Er sei seit 50 Jahren im Geschäft, sagt er. Zehn Jahre lang betrieb er eine Pizzeria mit Lieferservice in Bönen, später kam er nach Hamm und war sogar schon einmal mit einem Ladenlokal für Feinkost und Speisen in der Oststraße (heute Reinhardt’s). Aus privaten Gründen fuhr er den Betrieb schließlich kleiner, und eigentlich wollte er sich schon ganz zurückziehen.

Vor allem für seine Tochter baut er nun noch einmal etwas Neues auf. Auch, weil er vom Standort Oststraße überzeugt ist. „Für diese Art von Angebot ist das die beste Ecke in Hamm“, sagt er. Er sieht sich in guter Nachbarschaft zu Betrieben wie dem Reinhardt’s oder Hardy’s. Der Mix im Viertel mit seinen kleinen inhabergeführten Geschäften sei gut.

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