Kampf gegen Corona in Hamm

Aktuelle Zahlen: Trefferquote bei Infektions-Nachverfolgung sinkt

In Hamm sinkt die Trefferquote bei der Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten. Die aktuelle Statistik der Stadt belegt das mit harten Zahlen.

Hamm - Die Wochenbilanz der Stadt Hamm weist vom 5. bis 11. April 2021 insgesamt 245 Neuinfektionen mit dem Coronavirus aus. Von diesen wurden in der täglichen, auch über WA.de verbreiteten Meldung zunächst 125 Ansteckungen als „unbekannt“ eingestuft. Im Rahmen der Nachverfolgung konnten zwar noch einige der Fälle zugeordnet werden. Es blieben aber aus der angegebenen Zeitspanne 95 Ursprünge unbekannt, bilanziert ein Stadtsprecher. Bezogen auf die Gesamtzahl der Neuinfektionen in der Woche bedeute das, dass gut 60 Prozent der Infektionsketten bekannt und knapp 40 Prozent unbekannt sind. (News zum Coronavirus in Hamm)

Oberbürgermeister Marc Herter weiß um die Problematik der rückläufigen Trefferquote - zumal die Stadt Hamm in dieser Beziehung in der Vergangenheit immer besser da stand als viele andere Kommunen. Die Entwicklung gehe auf eine zunehmende Zahl an Positiv-Befunden der Schnellteststellen zurück, sagt er. Das sei zwar einerseits ein gutes Zeichen, doch blieben bei diesen Fällen die Infektionsketten eben häufiger unsichtbar. Der OB spricht von einem „diffusen“ Infektionsgeschehen, das seine Ursprünge überwiegend im privaten Raum habe.

Die diffuse Ansteckungs-Lage macht es dem Team für die Nachverfolgung in Hamm immer schwerer. (Symbolbild)

Corona in Hamm: Das größte Problem keimt im privaten Bereich

Diese These wird durch die aktuellen Zahlen gestützt: Demnach gingen zwischen dem 5. und 11. April rund 56 Prozent der neuen Infektionen allein nachvollziehbar auf den Familien- und Bekanntenkreis zurück. Weitere 4 Prozent seien bei Arbeitgebern zu suchen und 1 Prozent bei Reiserückkehrern.

Von 9035 offiziell registrierten Schnelltests hatten derweil 105 ein positives Ergebnis. Zu den sich anschließenden PCR-Tests liegen der Stadt keine Treffer-Informationen vor.

Corona in Hamm - Altersklassen der akut Infizierten (5. bis 11. April):

  • Anzahl Infizierte 0-9: 33
  • Anzahl Infizierte 10-19: 81
  • Anzahl Infizierte 20-29: 61
  • Anzahl Infizierte 30-39: 80
  • Anzahl Infizierte 40-49: 84
  • Anzahl Infizierte 50-59: 67
  • Anzahl Infizierte 60-69: 47
  • Anzahl Infizierte 70-79: 30
  • Anzahl Infizierte 80-89: 13
  • Anzahl Infizierte über 90: 1

Corona in Hamm - Schulen, Kitas, Seniorenheime (5. bis 11. April):

Schulen: 78 Schülerinnen und Schüler sowie eine Lehrkraft waren infiziert, davon waren 76 nicht innerhalb des infektiösen Zeitraums in der Einrichtung. Es befanden sich zuletzt 121 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne. Betroffene Schulen: Bodelschwinghschule, Sophie-Scholl-Gesamtschule.

Kitas: 16 Kinder (davon waren 15 nicht im infektiösen Zeitraum in der Einrichtung) und vier Mitarbeiter/innen waren infiziert. Betroffene Kitas: Kita Blauland, Kita St. Josef (Pestalozzistr.), Kita St. Stephanus, Ev. Kita Mark, Kita Noah.

Seniorenheime: 4 Bewohner/innen und 6 Mitarbeiter/innen waren in 5 Seniorenheimen infiziert.

(Quelle: Stadt Hamm)

Rubriklistenbild: © Daniel Bockwoldt

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