Immerhin mehr als 700.000 Euro Bußgeld

Neue Zahlen: Diese Blitzsäule ist und bleibt eine Goldgrube

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Der Blitzer an der Unnaer Straße in Freiske spült jedes Jahr ein erkleckliches Sümmchen in die Stadtkasse.

Rhynern – Die Blitzersäule an der Unnaer Straße in Freiske spült weiterhin eine Menge Geld in die Stadtkasse. Anhand von Durchschnittswerten lässt sich sagen, dass im Jahr 2018 mehr als 700.000 Euro eingenommen wurden.

Das stationäre Messgerät in Freiske steht seit vielen Jahren im Bereich der Kreuzung Unnaer Straße/Hellweg/Gobel-von-Drechen-Straße. Die Messergebnisse waren bei erlaubtem Tempo 70 zunächst weitgehend unauffällig. Im Sommer 2017 reagierten Stadt, Polizei und Bezirksregierung auf die vielen Unfälle auf der Kreuzung und reduzierten die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 50. Fortan war das rote Licht im Dauereinsatz, zumal auch eine technische Umrüstung stattfand, indem in beide Richtungen gemessen werden konnte.

Aber beides spricht sich unter den Fahrzeugführern offenbar allmählich herum. Denn die Zahlen der Verkehrssünder sind im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen – und zwar insbesondere in Fahrtrichtung Bönen. Im Schnitt löste der Blitzer hier im Monat rund 600 Mal seltener aus als im Vorjahr. Aber:

Insgesamt liegen die Zahlen noch immer deutlich über den Werten aus der Tempo-70-Zeit. Zum Vergleich: 2015 wurden hier im gesamten Jahr 1172 Fahrzeuge geblitzt, damals nur in Fahrtrichtung Hamm. Zwischen April 2018 und März 2019 wurden in diese Fahrtrichtung insgesamt 7286 Fahrer erwischt.

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Keine Zahlen von "Spitzenreitern"

Wie schnell denn die Fahrzeuge unterwegs sind, kann die Stadt nicht beantworten. „Eine Auswertung der Überschreitungen nach Geschwindigkeit ist bei den stationären Kontrollanlagen nicht möglich, da hier nur die Fallzahlen statistisch erfasst werden“, so Huster. So gebe es auch keine Zahlen über „Spitzenreiter“ auf dieser Strecke. Dazu kann Huster nur sagen: „Grundsätzlich gehört die Messstelle nicht zu den Anlagen, an denen wir erfahrungsgemäß besonders hohe Überschreitungen haben. Gleichzeitig ist es aber bei den Anlagen mit Sicherheit auch zu Verstößen im Fahrverbots-Bereich gekommen.“

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Schätzzahlen für beide Fahrtrichtungen:

Die konkreten finanziellen Auswirkungen der Kontrollen lassen sich für einzelne Standorte ebenfalls nicht ermitteln. Aber Huster zog Durchschnittswerte heran. „Ausgehend vom durchschnittlichen Bußgeld-Ertrag aller Blitzer in Hamm für 2018 in Höhe 28,18 Euro ergeben sich folgende Näherungswerte für die angefragten Zeiträume:

Fahrtrichtung Bönen: 18.154 Auslösungen mal 28,18 Euro ergibt 511.579,72 Euro.

Fahrtrichtung Hamm: 7286 Auslösungen mal 28,18 Euro ergibt 205.319,48 Euro.

Eine Million Euro Einnahmen im Stadtbezirk

Wurden in Freiske also über 700.000 Euro eingenommen, so bringt der zweite stationäre Blitzer im Stadtbezirk Rhynern zusammengerechnet fast die Million zusammen. An der Werler Straße nahe der Kreuzung zur Dr.-Loeb-Caldenhof-Straße gab es im Jahr 2018 7318 Auslösungen. Beim genannten Durchschnitt von 28,18 Euro kamen hier 206.221,24 Euro zusammen. Insgesamt ist die Blitzsäule kurz vor dem Freibad in Berge nicht ganz so aktiv wie das Gerät in Freiske. Rund 500 Verstöße werden hier im Schnitt pro Monat registriert.

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