„Neue Vikarie“ in Bockum ist 100 Jahre alt

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Die Neue Vikarie in Bockum ist in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. ▪

BOCKUM-HÖVEL ▪ Wer vom historischen Stephanus-Kirchring aus einen Spaziergang durch den Ortskern von Bockum macht, erreicht durch „Hartmanns Gasse“ und vorbei an dem denkmalgeschützten Fachwerkhaus von Hans-Werner und Anne Porzelt und der ehemaligen Gaststätte Wessing-Oberwald die ruhige Schultenstraße.

Rechter Hand, auf dem Gelände des ehemaligen Hofes Köhne, befindet sich jetzt auch bereits seit über zehn Jahren das Seniorenstift Ludgeri Bockum. Genau gegenüber liegen zwei Gebäude, die im Ort als „Neue Vikarie“ und „Alte Vikarie“ bekannt sind. Ortsheimatpfleger Günter Bachtrop hat herausgefunden, dass die „Neue Vikarie“ bereits 1912 erbaut worden ist und damit 100 Jahre an diesem Platz steht. Architekt dieses anderthalbstöckigen Wohnhauses mit der Adresse Schultenstraße 25 war der Münsteraner Wilhelm Sunder-Plassmann. Die in St. Stephanus tätigen Vikare und später auch andere kirchliche Mitarbeiter und pensionierte Pfarrer hatten und haben hier ihre Wohnungen.

Die „Alte Vikarie“, unmittelbar nebenan, mit dem gelb-beigen Putz und dem noch vorhandenen schönen Fachwerkgiebel ist schon 1800 errichtet worden. Das Grundstück gehörte bis dahin zum Hof Schulze Bockum, der 1880 von der Familie Köhne gekauft worden ist. Ältere Bürgerinnen und Bürger werden sich erinnern, dass sich in diesem Haus viele Jahre das Jugendheim der Stephanus-Gemeinde befand und danach über 30 Jahre bis zum Neubau des jetzigen Pfarrheimes 1993 als Pfarrbücherei diente.

Die Geschichte der Bockumer Vikarie ist aber noch 100 Jahre älter. In der Festschrift zum 100-jährigen Kirchweihjubiläum im Jahre 2007 ist nachzulesen, dass die älteste Urkunde dazu vom 11. September 1700 stammt. Fürstbischof Friedrich Christian von Plettenberg genehmigte damit die „Stiftung der „Vikarie Beatae Mariae Virginis in Bockum“. J WA

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