Jugendtreff im Heessener Ortszentrum

Neue Verkehrsführung soll für Ruhe an der Sachsenhalle sorgen

Heessener Bezirkspolitiker an der Sachsenhalle.
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Bezirksbürgermeisterin Erzina Brennecke (SPD, Dritte von links) sowie die Fraktionsvorsitzenden der Ampel-Koalition, Dilek Dzeik-Erdogan (SPD), Heinz-Rüdiger Kaldewey (FDP, links) und Friedrich Moor (Bündnis 90/Die Grünen), stellen die Pläne vor.

Heessen – SPD, FDP und Grünen wollen das Umfeld der Sachsenhalle umgestalten, um Probleme mit einem Jugendtreffpunkt in den Griff zu bekommen, der sich dort in den vergangenen Jahren gebildet hat. Dafür sollen die Parkplatzzufahrten zum Teil verschlossen werden. Die veranschlagten Kosten liegen unter 6 000 Euro.

Bezirksbürgermeisterin Erzina Brennecke (SPD) sowie die Fraktionsvorsitzenden der Ampel-Koalition, Dilek Dzeik-Erdogan (SPD), Heinz-Rüdiger Kaldewey (FDP) und Friedrich Moor (Bündnis 90/Die Grünen), stellten die Pläne am Donnerstag vor.

Seit 2017 gebe es immer wieder Beschwerden von Anwohnern über Jugendliche, die sich abends und nachts im Umfeld der Sachsenhalle aufhielten, so Brennecke. Dabei habe man mehrere Gruppen ausgemacht: jüngere, meist aus dem Umfeld stammende Jugendliche, die sich abends rund um den östlichen Halleneingang versammeln und etwas ältere, die nachts mit dem Auto ihre Runden über den Parkplatz drehen. Letztere, so Dzeik-Erdogan, kämen den Kennzeichen zufolge nicht unbedingt aus Heessen oder Hamm, sondern auch aus dem Kreis Warendorf.

Um diese jungen Autofahrer geht es der Koalition zunächst. Sie sollen künftig keine Runden mehr über den Parkplatz östlich der Sachsenhalle drehen können. Dafür sollen die Zufahrt von der Schlägelstraße und die parallel zur Straße verlaufende Fahrgasse mit Pfosten versperrt werden. Die Parkflächen würden zur Sackgasse, erreichbar wären sie nur noch über den Piebrocks-kamp. An der dortigen Zufahrt soll eine sechs Zentimeter hohe Schwelle übermütigen Autofahrern den Spaß am Umherfahren nehmen.

Die Politiker legen Wert darauf, nur herausnehmbare Pfosten aufstellen zu wollen. Für Veranstaltungen soll der Parkplatz nämlich weiter genutzt werden können. Der kleine, südlich gelegene Parkplatz solle darüber hinaus weiterhin uneingeschränkt zur Verfügung stehen; hier soll nur die Fußwegverbindung zwischen den Parkplätzen mit Pfosten gesichert werden, damit nicht doch jemand auf die Idee kommt, da mit dem Wagen durchzufahren.

Unattraktiv für den abendlichen Aufenthalt soll auch der Halleneingang werden. Das Geländer an der Böschung diente den Jugendlichen zuletzt als Sitzgelegenheit, das Brückengeländer als Theke, so die Bezirksbürgermeisterin. Auf das Beton-Geländer solle nun ein Stahlwinkel montiert werden, damit dort keine Getränke abgestellt werden können; vor das Böschungsgeländer werde eine Hecke gesetzt, auch die Böschung selbst werde noch einmal bepflanzt.

Wohin die Jugendlichen sich dann orientieren, wisse man natürlich nicht, sagte Dzeik-Erdogan. Wichtig sei es, mit ihnen im Gespräch zu bleiben und die Jugendarbeit weiterhin einzubeziehen.

Kosten soll das Ganze 5 850 Euro: 1 500 Euro für Fahrbahnschwelle und Sperrpfosten, 850 Euro für den Stahlwinkel und 3 500 Euro für die Hecke. Umgesetzt werden könne dies umgehend, so Brennecke. Das ganze falle unter das laufende Verwaltungsgeschäft und bedürfe keines weiteren Beschlusses.

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