Arbeiten im Erlebensraum Lippeaue

Spundwand wächst rasant - Geht alles doch schneller als geplant?

+
Wie in diesem Bild gut zu sehen, muss die Spundwand noch an den Bestanddeich angeschlossen werden.

Überraschung im Erlebensraum: Die mächtige Spundwand für den künftigen Deich hat bereits die Hälfte der angestrebten Länge erreicht. Dabei sollte der Bau doch erst im Januar 2021 beendet werden. Wie kann das sein?

Hamm - Nicht einmal drei Wochen nach dem Einbringen der ersten rund elf Meter hohen Stahlplatten ist die Spundwand im künftigen Erlebensraum Lippeaue auf mehr als 600 Meter Länge angewachsen. Aktuell befinden sich die Spezialmaschinen auf Höhe des "Hammer"-Baumarkts (siehe Markierung auf der Google-Karte unten). Ab dort ist die Baustrecke etwa nochmal so lang wie die bisherige. Dabei hatten die Projektplaner erst vor zwei Wochen als Fertigstellungstermin den Januar 2021 genannt; bis dahin sind es aber noch fünf Monate. Auf Nachfrage räumte ein Stadtsprecher ein, dass die Arbeiten tatsächlich besser liefen als kalkuliert. Doch der optische Eindrücke dürfe nicht darüber hinweg täuschen, dass abseits des Einbringens der eigentlichen Spundwandplatten noch einiges an handfesten Arbeiten zu erledigen sei, damit das Bauwerk am Ende die nötige Stabilität erhält. Zum Beispiel:

  • Noch sind nicht alle Profile der eingesetzten Wände auf die Endtiefe abgeteuft. Dies wird noch nachgearbeitet.
  • Um eine einheitliche Oberkante der Spundwand zu bekommen, müssen noch Spundbohlen abgebrannt werden. Dies liegt daran, dass in Teilbereichen der Mergel einige Zentimeter höher ansteht.
  • Der Anschluss an den Bestanddeich im Bereich der Kläranlage Mattenbecke ist noch zu erstellen.
  • Es sind noch technische Vorarbeiten zur Kreuzung des vorhandenen Abwasserkanals an der Fährstraße durchzuführen, um die letzten Spundbohlen zu setzen.
Wie in diesem Bild zu sehen, sind noch nicht alle Profile der eingesetzten Wände auf die Endtiefe abgeteuft.

Mit diesem Arbeitspensum im Blick gehen die Projektpartner Stadt Hamm und Lippeverband "grundsätzlich erstmal weiter vom genannten Januar-Termin aus", heißt es. Wenn alles optimal laufe, könne die Spundwanderstellung aber womöglich schon in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die Spundwand ist das Kernstück der künftigen Hochwasserschutzanlage (HWS), landläufig auch als "Deich" bezeichnet. Um sie möglichst geräuscharm in die Erde zu bringen, nutzen die Arbeiter eine Maschine namens "Vibrationsbär".

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare