"Sprinter" soll 2020/21 kommen

Neue ICE-Linie Köln-Berlin ohne Halt in Hamm

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Symbolbild

Hamm - Die Deutsche Bahn (DB) plant eine so genannte ICE-Sprinter-Linie zwischen Köln und Berlin ohne Halt in Hamm.

Der Zug soll ab Dezember 2020 im Zwei-Stunden-Takt verkehren. Neben Hamm sollen auch Bielefeld, Hagen und Wuppertal ohne Halt durchfahren werden. In Hamm würde zweistündlich die ICE-Verbindung nach Köln entfallen. Der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und die Stadt befürchten außerdem negative Auswirkungen auf den Regionalverkehr.

Die neue ICE-Linie 19 soll ab Dezember 2020 im Zwei-Stunden-Takt in Betrieb gehen, wie aus NWL-Unterlagen hervorgeht. Die DB wolle die Fahrzeit zwischen Köln und Berlin unter vier Stunden senken, heißt es dort. Derzeit brauchen die ICE regulär vier Stunden und 18 Minuten vom Rhein zur Spree.

Für den Sprinter würde bei der regulären ICE-Linie 10 alle zwei Stunden die Zugtrennung in Hamm entfallen: Beide Zugteile würden dann durchs Ruhrgebiet geführt, der Abschnitt durchs Bergische Land und damit die Halte in Hagen und Wuppertal entfallen.

Linie noch verspätungsanfälliger

Beim NWL befürchtet man negative Auswirkungen auf den ohnehin verspätungsanfälligen Rhein-Münsterland-Express (RE7 Krefeld–Hamm–Rheine). Die reguläre Fahrzeit werde sich verlängern, außerdem werde die Linie noch verspätungsanfälliger, heißt es in den NWL-Papieren. Auch zwischen Hamm und Bielefeld werde der Regionalverkehr betroffen sein. Bei Gesprächen mit der DB sei noch keine Lösung gefunden worden. Für die Stadt Hamm äußerte Verkehrsplaner Carsten Gniot Bedenken gegen Eingriffe in den regionalen Bahnverkehr.

Die Bahn selbst bestätigte gegenüber WA.de Pläne, ab 2021 mehr Fernzüge zwischen Nordrhein-Westfalen und Berlin fahren zu lassen. Man prüfe verschiedene Konzepte, zu möglichen Linienführungen wolle man sich aber noch nicht äußern. Das Staatsunternehmen hatte insbesondere zwischen Berlin und München zuletzt eine starke Nachfrage nach Verbindungen ohne Zwischenhalt registriert.

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