Neue Hoffnung für Hundebesitzer
HAMM ▪ J Die Stadt bewegt sich in der Diskussion um einen Hundeauslaufplatz in Hamm. Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann will Vertreter der Befürworter innerhalb der nächsten zwei Wochen zu einem Gespräch treffen. Dort wolle man ausloten, ob es Gemeinsamkeiten gebe, sagte Bernd Maßmann vom OB-Büro.
Mögliche Gesprächspartner des Oberbürgermeisters seien der Vorsitzende der „Hammer Hundefreunde“, Martin Klaßen, und Thomas Vehlow vom „Hammer Hundetreff“, sagte Maßmann. Vehlow hatte kürzlich 2 000 Unterschriften für einen Hundeauslaufplatz in Hamm gesammelt. Hunsteger-Petermann ist selbst Hundehalter.
Die Stadtverwaltung hatte –wie berichtet – noch vor wenigen Tagen ihre Gründe für eine Ablehnung des Vorhabens zusammengestellt. Demnach stehen einem Hundeauslaufplatz rechtliche, finanzielle und praktische Probleme entgegen. Die reichen von Aufsichts- und Versicherungsfragen über den Personalaufwand für entsprechende Kontrollen bis zur schwierigen und langwierigen Standortsuche für eine solche Anlage.
Der Rat der Stadt an die Hundehalter lautete letztlich, sich den bestehenden Hundevereinen anzuschließen. Die seien zwar auf städtischen Grundstücke angesiedelt, die Anlagen würden von den Clubs jedoch in eigener Verantwortung betrieben.
Die rigorose Ablehnung eines Hundeauslaufplatzes durch die Stadt führte zu heftigen Reaktionen bei Hundefreunden und erklärten Hundegegnern. Auf WA.de lieferten sich beide Seiten einen heftigen Schlagabtausch.
Für die Hundesteuer müsse es doch auch eine Gegenleistung geben, wurde argumentiert. Die zählt jedoch zu den Gemeindesteuern, die zur Finanzierung aller Aufgaben einer Kommune vorgesehen ist. Eingeführt wurde sie in Deutschland zu Beginn des 19. Jahrhunderts unter anderem, um die Zahl der Hunde zu begrenzen. Gegen die Steuer ist allerdings auch eine Verfassungsbeschwerde anhängig. ▪ jf