Änderungen im Überblick

Neue Corona-Regeln für Hamm: Auswirkungen auf Hochzeiten, Weihnachten, Beerdigungen und Böllern

Im Hammer Rathaus saß am Dienstag der Krisenstab in einer Sondersitzung zusammen.
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Im Hammer Rathaus saß am Dienstag der Krisenstab in einer Sondersitzung zusammen.

Ab Donnerstag gilt als Reaktion auf die neue Landesverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie eine erweiterte Allgemeinverfügung mit Sonderregeln für Hamm. Die wichtigen Punkte.

Hamm - In einer Sondersitzung hat der Krisenstab der Stadt Hamm am Dienstag eine neue Allgemeinverfügung erarbeitet. Zum einen wird darin das 1:1 umgesetzt, was schon durch die neuen Landesregeln bekannt ist. Hamm bleibt darüber hinaus bei der Sonderregelung, dass die Kontaktbeschränkungen auch für den privaten Raum gelten. Es dürfen sich weiterhin nur fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen. Kinder bis einschließlich 14 Jahre sind davon ausgenommen wie im Übrigen bei allen folgenden Regelungen auch. (News zum Coronavirus in Hamm.)

Corona in Hamm: Mini-Lockerung zu Weihnachten

Für Weihnachten gibt es wie bereits angekündigt eine Mini-Lockerung. Hier setzt Hamm die bundesweite Vorgehensweise um. Das heißt im Detail: Eine Familie, die unter einem Dach lebt, darf sich unabhängig ihrer Größe vier weiteren erwachsenen Personen aus dem näheren Familienkreis zum Fest einladen, ohne gegen die Kontaktbeschränkungen zu verstoßen.

Herter appellierte allerdings, dringend die Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren. „Es ist nicht fünf vor 12 sondern allerhöchstens noch drei vor 12.“ Das verdeutlichen auch die aktuellen Corona-Fallzahlen. Am zweiten Tag in Folge sind in Hamm fünf Corona-Infizierte gestorben.

Das gilt für Trauungen und Beerdigungen

Sonderregelungen hält die Allgemeinverfügung für spezielle Anlässe parat. Bei Trauungen dürfen vor dem Trauort unter freiem Himmel 25 Personen auf Abstand zusammenkommen. Für das Trauzimmer ist die Gruppengröße auf fünf Personen beschränkt. Feiern und Feste sind ohnehin verboten. Die gleiche Personen-Regelung gilt für Beerdigungen.

Für Silvester gilt wieder die schärfere Kontaktbeschränkung mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten. Neben einem absoluten Verkaufsverbot für Silvesterböller und Pyrotechnik gibt es in Hamm auch ein Abbrennverbot für den öffentlichen Raum - also Straßen und Plätze. Wer noch Reste aus dem Vorjahr im Keller hat, kann die allenfalls im eigenen Garten verfeuern.

Das Maskengebot vor den Schulen ist bis zum 18. Dezember begrenzt. „Wenn keine Schulzeit ist, erledigt sich auch das Maskengebot“, sagte Herter dazu.

Bis die neue Allgemeinverfügung am Donnerstag in Kraft tritt, gilt die aktuelle unverändert weiter.

Keine Infektionsherde erkennbar

Bei der Verbreitung des Coronavirus in Hamm gibt es aktuell kein eindeutiges Bild. „Wir können keine richtige Clusterung vornehmen“, sagte Herter dazu. Das Corona-Team sei bei der Nachverfolgung der Kontaktketten nach wie vor Spitze. Klare Infektionsherde wie noch im September oder Oktober gebe es jedoch nicht mehr.

Herter sieht einen Grund in der geringeren Kontaktreduzierung im Vergleich zu Frühjahr. „Jetzt ist von Experten gesagt worden, dass 40 Prozent der Kontakte reduziert werden, damals waren es aber 60 Prozent. Das ist der Anlass für den harten Lockdown“, sagte der OB.

Krankenhaus und Heime betroffen

In drei Senioreneinrichtungen und einem Krankenhaus gebe es aktuell gehäuft Fälle. Im Senioren- und Pflegezentrum „Am Museum“ sind inzwischen 36 Fälle bekannt. Schon Freitag hatten Schnelltests 19 positive Ergebnisse angezeigt. Im Ludgeristift „An der Kreuzkirche“ gibt es 14 Corona-Fälle, im „Haus Maximilian“ zehn. Ebenfalls zehn Infizierte gibt es in der Belegschaft der St.-Barbara-Klinik. Für das Pflegezentrum „Am Museum“ gibt es ein Besuchsverbot. Für die anderen Einrichtungen läuft die Abstimmung.

Herter sah sich noch einmal zu einem eindringlichen Appell veranlasst: „Es muss jedem klar sein, dass es darum geht, Gesundheit und Leben von Nachbarn, Freunden und Familienangehörigen zu schützen. Ich setze auf die Bürger in Hamm, dass sie die Regeln mittragen und mitziehen. Damit wir gemeinsam dafür sorgen, dass der Lockdown ein Erfolg wird. Und dass wir tatsächlich zurückgehende Infiziertenzahlen und Sterbefälle sehen“, sagte Herter.

Corona in Hamm - das bewegt die Menschen aktuell

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