FDP: Mehr Platz für Busse auf der Ostenallee

Neue Busspuren für mehr Tempo? Stadt sieht Möglichkeiten ausgereizt

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Auf der Ostenallee fuhr einst die Straßenbahn. Der Platz könnte laut FDP für eine Busspur verwendet werden, die den Busverkehr beschleunigt. 

Hamm – Neue Linien und und kürzere Takte sollen die Hammer künftig vom Busverkehr überzeugen. Doch kommen die vielen neuen Busse im Alltag überhaupt schnell genug voran? Wie wär es mit einer Busspur? Genug Platz wäre doch etwa auf der Ostenallee.

Neue Busspuren soll es der Verwaltung zufolge aber nicht geben. An einigen Kreuzungen wolle man allerdings Vorrangschaltungen für Busse prüfen. Die FDP hatte jüngst ein Beschleunigungsprogramm für Linienbusse gefordert. Dieser Bestandteil fehle im Entwurf des Nahverkehrsplanes (NVP), sagte Ulrich Reuter MdL. Konkret solle auf der bisher vierspurigen Ostenallee eine Busspur eingerichtet werden. 

Der NVP ist Grundlage für die weitere Entwicklung des Öffentlichen Personennahverkehrs und wurde am Dienstag vom Rat beschlossen. Zum FDP-Antrag wollte sich Carsten Gniot, Leiter der Verkehrsplanung im Stadtplanungsamt, zunächst nicht äußern. Grundsätzlich sei der Busverkehr in den 1990er Jahren auf den Hauptachsen beschleunigt worden, beispielsweise durch die Busspur auf der Münsterstraße und die Vorrangschaltungen auf der Wilhelmstraße. Das Programm sei an sich abgeschlossen, Verbesserungen seien allerdings durch den Einsatz moderner Funktechnik möglich, mit der sich die Grün-Schaltung von Ampeln für die Busse verbessern lasse.

Möglichkeiten eines reinen Busbetriebs ausgereizt

Abseits der Hauptachsen gebe es sicherlich Kreuzungen, die für den Busverkehr optimiert werden könnten, so Gniot weiter. Große Probleme gebe es seiner Ansicht nach jedoch nicht. Viel mehr ist seiner Einschätzung nach aber auch nicht möglich: Mit dem Beschleunigungsprogramm der 1990er Jahre, so Gniot, seien die Möglichkeiten eines reinen Busbetriebs ausgereizt. 

Die von der FDP ins Spiel gebrachte Busspur auf der Ostenallee war in den 1990er Jahren schon einmal im Gespräch, war damals aber verworfen worden. Eine Neuheit wäre sie allerdings nicht: Bis 1961 fuhr die Straßenbahn auf der Ostenallee auf einem eigenen Gleiskörper. Nach Stilllegung der Bahn wurde die Fahrbahn von zwei auf vier Spuren für den Autoverkehr erweitert. 

Eine Busspur für die Ostenallee? Die Straßenbahn hatte dort bis 1961 ihren eigenen Bereich.

Probleme haben die Busse auf der Ostenallee vor allem an Kreuzungen, wo sie sich mühsam in die Schlange der wartenden Autos einreihen müssen. Eigene Spuren würden den Linienverkehr beschleunigen, hierfür müssten jedoch Fahrstreifen für den Autoverkehr wegfallen. Die Kreuzung der Ostenallee mit Fähr- und Soester Straße war 2011 auf jeweils vier Fahrspuren erweitert worden; der Busverkehr war dabei nicht eigens bedacht worden

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