"Wilma Wildbienen Wiese"

Neue Blühwiesen auf der Größe von zwei Fußballfeldern

Landjugend Pelkum Bienen
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Die Landjugend Pelkum setzt verschiedene Aktionen im Rahmen einer Blühwiesenaktion um.

Wilma und ihre Freunde wird‘s freuen: Fleißige Helfer der Landjugend Pelkum haben in den vergangenen Wochen dafür gesorgt, dass an verschiedenen Ecken Hamms in Zukunft schön anzuschauende und nützliche Blühwiesen entstehen.

Bei „Wilmas Wildbienen Wiese“ handelt es sich um das Jahresprojekt der Westfälisch-Lippischen Landjugend (WLL), an dem sich die Pelkumer auch in diesem Jahr beteiligen. 2019 habe man im Zuge der Jahresaktion neun Insektenhotels aufgestellt, berichtet die 1. Vorsitzende der hiesigen Landjugend, Jana Schütte.

Vom neuen Projekt profitieren sollen Insekten im Stadtbezirk Pelkum, aber auch in Teilen Herringens und Rhynerns. Die wichtigste Voraussetzung: Es muss endlich regnen.

Ein Projekt der Landjugend Pelkum

Ein Großteil des Saatguts wurde den Landwirten der Region zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise wurden rund 16000 Quadratmeter Blühstreifen angelegt, was der Größe von mehr als zwei Fußballfeldern entspricht. Die größte Fläche dürfte dabei von Michael Köster an der Bönener Straße eingesät worden sein.

Aber auch die Landjugend selbst ist an verschiedenen Stellen im öffentlichen Raum aktiv geworden und hat circa 1000 Quadratmeter Blühwiese bearbeitet. Vom Grünflächenamt der Stadt seien der Landjugend vier Flächen zur Verfügung gestellt und vorbereitet worden, bedankt sich Jana Schütte.

Saatgut für weitere Blühwiesen vorhanden

Von der Gruppe angelegt wurden Blühwiesen an der Robert-Koch-Straße, im Selbachpark, im Lippepark sowie am Barfußpfad auf der Bergehalde „Kissinger Höhe“ – natürlich immer mit genügend Abstand zueinander. Denn den habe man während der Corona-Pandemie nicht außer Acht lassen dürfen. Im Selbachpark beispielsweise wurde eine Wiese am Insektenhotel, die andere in der Nähe des Minigolfplatzes geschaffen.

Wie Jana Schütte berichtet, habe man noch ausreichend Saatgut, um weitere Wiesen anzulegen. Es handele sich um mehrjährige Mischungen. Damit dürften auch in den kommenden Jahren dort Blumen blühen.

In Gläsern wird das mit Saatgut auch verteilt.

Doch die landwirtschaftlichen und städtischen Flächen sind nur eine Seite der Medaille. An verschiedenen Stellen stehen Gläser mit Saatgut, das sich jeder Bürger kostenlos abholen kann. Sie können dadurch kleine Blühwiesen im Garten, in Balkonkästen oder in großen Blumentöpfen anlegen.

In Pelkum und Herringen gibt es Wildblumensamenmischungen unter anderem am Barfußpfad, im Hofladen Kötter (Beiseystraße), in den Filialen von Empting‘s Backstube, in der Friedenskirche, im Friedhaus auf dem evangelischen Friedhof, im Selbachpark sowie im Hofladen Wendt an der Wilhelm-Lange-Straße. Und auch Friedwart von Wiescherhöfen, der über die – meist geschlossenen – Bahnschranken auf der Wiescherhöfener Straße wacht, hält noch Tütchen bereit.

Unterstützer sind willkommen

Die Nachfrage war so groß, dass am Wochenende weitere 500 Tütchen vorbereitet wurden, um damit die Gläser zu befüllen. Wie die Landjugend-Vorsitzende berichtet, sei ein Glas geklaut worden – und zwar am Ort der interreligiösen Begegnung im Lippepark. Die Gläser werden zwar regelmäßig durch Landjugendliche aufgefüllt. Dennoch könne es vorkommen, dass sie auch mal leer sind, bittet sie um Verständnis.

Die Landjugend Pelkum würde sich freuen, wenn sich weitere Menschen an der Aktion beteiligen und kleine Blühwiesen aus dem Saatgut anlegen würden. Mischungen für mehrere Tausend Quadratmeter Blühwiese sind noch vorhanden. Mehr zu „Wilmas Wildbienen Wiese“ gibt es unter anderem auf der Facebook-Seite der Landjugend Pelkum und auf der Homepage der Westfälisch-Lippischen Landjugend.

Das Jahresprogramm

2019 wurden von verschiedenen Gruppen innerhalb der Westfälisch-Lippischen Landjugend Nisthilfen (Insektenhotels) gebaut. Nachdem sie stehen, geht es nun um das Nahrungsangebot und damit um ein weiteres Projekt zur Unterstützung des Insektenschutzes. Grundbaustein für die Blühwiesen ist das Saatgut, das den Landjugendgruppen zur Verfügung gestellt wurde. „Gemeinsam mit der Landjugend wird es bunt...Dorf und Region blühen auf“ lautet dabei das Motto. Durch diese Mitmachaktion soll aber nicht nur Insekten geholfen werden. Man wolle dadurch auch Anreize schaffen, Themen neu zu denken, kreativ zu sein, anzupacken und die Zukunft vor Ort positiv zu verändern, heißt es.

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