Neue Beratungsstelle für Flüchtlinge bietet Begleitung durch Behördendschungel

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Hamm - Beratung und Begleitung von Flüchtlingen stehen im Mittelpunkt der Arbeit des Flüchtlingsbüros, das  an der Wilhelmstraße 43 eröffnet wurde,

 Drei Mitarbeiter des Evangelischen Kirchenkreises Hamm und der Diakonie Ruhr-Hellweg bieten geflüchteten Menschen dort Hilfestellung und begleiten sie bei ihrem Weg durch den rechtsstaatlichen Behördendschungel. Gleichzeitig ist das neue Büro auch eine Anlaufstelle für alle, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren und Rat und Hilfe benötigen. 

Schon seit vielen Jahren kümmert sich der Evangelische Kirchenkreis Hamm um Flüchtlinge. Als Reaktion auf die steigenden Flüchtlingszahlen und die damit verbundenen Anforderungen an die kirchliche Arbeit hatte der Kirchenkreis den Synodalbeauftragten für Migration und Asyl, Pfarrer Otmar Rüther, von Teilen seiner gemeindlichen Verpflichtung entbunden, um so mehr Zeit für die Betreuung und Beratung von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. 

Seit September 2016 wird dieses Angebot ergänzt durch Diakon Thomas Grieshaber, der als gelernter Gemeindepädagoge vor allem die Betreuung der in den Gemeinden aktiven Ehrenamtlichen wahrnimmt und Wochenendfreizeiten für Flüchtlinge anbietet. 

20 Stunden in der Woche arbeitet Zahra Behdapour im neuen Flüchtlingsbüro. Sie spricht unter anderem Persisch und betreut die Flüchtlinge. „In unserer Arbeit mit geflüchteten Menschen geht es nicht nur um die Beratung, sondern ebenso sehr um Begegnung“, hob bei der Eröffnung die stellvertretende Superintendentin Kerstin Goldbeck hervor. 

Der Kirchenkreis wolle zu einer Gesellschaft beitragen, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft in Frieden zusammenlebten. Durch die Zusammenarbeit mit der Diakonie Ruhr-Hellweg bestehe nun die Möglichkeit ein breites Angebot vorzuhalten. Den Menschen über die akute Flucht hinaus Perspektiven zu bieten, nannte der Vorstand der Diakonie Ruhr-Hellweg, Christian Korte, als eine Motivation für das Engagement. „Integration ist eine entscheidende Zukunftsaufgabe“, so Korte. 

In seinem Grußwort lenkte er den Blick auf die Sorgen und Nöte der Flüchtlinge, die sich aus Krieg und Elend auf den Weg gemacht haben. In dem Büro gelte es zu beraten und zu unterstützen aber auch energisch Populisten zurückzuweisen, die letztlich den Rechtsstaat in Frage stellten. „Gerade die Kirchen und die beeindruckende Zahl von ehrenamtlich Engagierten haben gezeigt, zu wie viel Mitmenschlichkeit wir bereit sein können.“

Geöffnet ist das Büro drei mal in der Woche, montags von 8 bis 13 Uhr, mittwochs und freitags von 8 bis 14 Uhr.

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