Arbeiten in Friedrich-Ebert-Straße

Neue Baustelle: In Bockum-Hövel wird weiter gebuddelt

Die Friedrich-Ebert-Straße wird wegen Bauarbeiten gesperrt.
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Die Friedrich-Ebert-Straße wird wegen Bauarbeiten gesperrt.

Die Buddelei in Bockum-Hövel geht weiter. Die Stadt hat für Montag, 18. Oktober, den Start für weitere Bauarbeiten an der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Hammer Straße und Kreisverkehr Rautenstrauchstraße angekündigt. 

Hamm - Die Buddelei in Bockum-Hövel geht weiter. Die Stadt hat für Montag, 18. Oktober, den Start für weitere Bauarbeiten an der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Hammer Straße und Kreisverkehr Rautenstrauchstraße angekündigt. Bis voraussichtlich April/ Mai 2022 stehen dort Arbeiten der Stadtwerke – voraussichtlich bis Ende November/ Anfang Dezember – und im Anschluss der Straßenausbau auf dem Programm. In dieser Zeit wird die Friedrich-Ebert-Straße für den Durchfahrtsverkehr gesperrt. Der Anliegerverkehr werde so weit möglich aufrecht erhalten, heißt es von der Stadt. Die Umleitungen erfolgen über die Hammer Straße und die Bäumerstraße.

Parallel zu diesen Bauarbeiten erfolgt ab der letzten Oktoberwoche auch der Straßenausbau in der Straße „Zum Hülsen“. Auch hier waren zuvor die Stadtwerke am Werk, um Leitungen zu verlegen. Diese Arbeiten werden laut Stadt voraussichtlich Ende des Jahres beziehungsweise je nach Witterung Anfang des kommenden Jahres abgeschlossen.

Die Anwohner der Straße Zum Hülsen dürften diese Nachricht mit einem lachenden und einem weinenden Augen aufnehmen. Wenn ihre Straße fertiggestellt ist, wird ihnen dann irgendwann in den Folgemonaten die Rechnung für die Straßenwiederherstellung ins Haus flattern. Und die hat sich für einige gewaschen. Bei der Bürgerversammlung vor drei Jahren stellte sich heraus, dass einige Anwohner mit Kosten von bis zu 10000 Euro rechnen müssen. Das hatte nicht gerade für Glücksmomente bei den Hauseigentümern geführt.

Die meisten haben sich mit den Kosten abgefunden

„Die meisten haben sich aber mittlerweile mit den Kosten für den Straßenausbau abgefunden“, sagt Anwohner Ulrich Ende. Und zudem hat das Land beschlossen, die Anliegerkosten zu halbieren. Allerdings gehen alle – trotz der im Landtag NRW beschlossenen Halbierung der Kosten für die Anlieger – in Anbetracht der enorm gestiegenen und weiter steigenden Kosten für viele Rohstoffe und Baumaterialien insgesamt von einer eher geringen bis sehr kleinen Ersparnis für die Anwohner aus. Der Vorteil der halbierten Kosten werde sicherlich zu einem sehr großen Anteil durch die Kostensteigerung aufgezehrt werden. „Die Rechnung wird die Wahrheit irgendwann an den Tag bringen“, befürchtet Ende. Doch auch während der Bauphase in der Straße Zum Hülsen gab es Probleme. Wochenlang war es für die Anlieger zum Beispiel nicht möglich, ihre eigenen Einfahrten mit dem Auto zu befahren oder auch in der Straße zu parken – wegen der Bauarbeiten natürlich aus verständlichen Gründen.

Also habe man zumindest in der Nähe – in diesem Fall – an der Hammer Straße parken müssen. Dort hätten jedoch die Parkflächen nicht zu jeder Tageszeit ausreichend zur Verfügung gestanden, erklärt Ulrich Ende. Besonders, seitdem die Bushaltestelle an der Kreuz-Kirche wieder in Betrieb genommen wurde. Das Ganze habe aber in der vergangenen Woche darin gegipfelt, dass drei Mitarbeiter vom Ordnungsamt der Stadt an der Hammer Straße kontrollierten und Strafzettel über 20 Euro wegen Falschparkens auf der anderen Straßenseite, also auf der Seite ohne Parkstreifen, verteilt haben.

Die Restbauarbeiten 

Der letzte große Akt des Mammutprojekts wird der Straßenbau der Hammer Straße zwischen Bülowstraße und Friedrich-Ebert-Straße sein. An beiden Enden werden nochmals Kreisverkehre entstehen. Wie Schöbel berichtet, sollen die Ausschreibungen für den Straßenbau Anfang des kommenden Jahres erfolgen, um mit den Bauarbeiten direkt im Anschluss an die Friedrich-Ebert-Straße im Sommer 2022 beginnen zu können. Auch dabei hänge es vor allem wieder vom Wetter ab, wann der Straßenabschnitt fertig sein wird. Man plane zum Ende 2023. 

Ausgesprochene Unverschämtheit und Wegelagerei

„Wir empfinden das als ausgesprochene Unverschämtheit und als Wegelagerei in einer solchen, nicht durch uns Anwohner verursachten Situation“, sagt Ende. Man werde dafür bestraft, weil man die Einfahrten nicht erreichen könne und nicht genügend freie Parkplätze auf der Hammer Straße zur Verfügung stünden. Tagsüber seien zudem freie Parkplätze durch Fahrzeuge der Baufirma und der Stadtwerke besetzt gewesen. „Sollen wir dann etwa am Marktplatz parken?“, fragt der Anwohner. Die Mitarbeiterin vom Ordnungsamt habe wenig Verständnis für die Situation der Anwohner gezeigt. „Wir haben hier ein wenig Fingerspitzengefühl vermisst“. sagt Ende.

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