Beschlossene Sache: Hammo-Sportplatz wird Wassersportzentrum

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Hamm - Der Rat der Stadt hat den Bau eines Wassersportzentrums beschlossen. Einstimmig votierten die Ratsmitglieder dafür, auf dem Gelände des Hammonense-Sportplatzes ein Wassersportzentrum für 4 Millionen Euro zu errichten.

Das Zentrum soll ein zentraler Bereich des geplanten Quartiers Kanalkante werden. Läuft alles nach Plan, könnte im Sommer 2020 das neue Zentrum eingeweiht werden. Sieben Kanuvereine haben bisher ihre Vereinsheime an Lippe und Kanal. Unter dem Dach des Wassersportzentrums sollen sie eine neue Heimat finden. 

Die bestehenden Heime sollen abgerissen werden. So sollen sie Platz machen für Wohnen und Arbeiten in dem neuen Quartier. Die Kosten für das Wassersportzentrum schätzt die Stadt auf 4 Millionen Euro. Knapp 280.000 Euro davon werden in diesem Jahr für die Planung fällig.

Was soll an der Kanalkante entstehen?

Der Rat hat die Verwaltung auch beauftragt, einen Ersatz für den Hammonense-Sportplatz zu planen. Dazu wird ein Kleinspielfeld auf dem Schulgrundstück des Gymnasiums Hammonense errichtet. Auf dem Schulgrundstück der Theodor-Heuss-Schule soll eine Außenschulsportanlage entstehen. 

Kontrovers wurde bereits diskutiert, wie die Gebäude an der Kanalkante aussehen sollen. Der Rat hat beschlossen, einen Gestaltungsbeirat zu gründen. Er soll die architektonische Entwicklung im Auge haben. Allerdings bleibt umstritten, was an der Kanalkante gebaut werden soll. 

"Eine große Chance"

Die große Koalition stellte dazu einen Antrag: Sie schlägt vor, dass im westlichen Bereich Wohnungen entstehen sollen. Zudem solle eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer zwischen südlichem Kanalufer und der Lippeaue gebaut werden, auch ein Anleger für die Personenschifffahrt sei vorstellbar. Der Antrag erhielt eine Mehrheit. Die Verwaltung prüft die Vorschläge nun auf Machbarkeit. 

Sehr zum Leidwesen von Grünen-Fraktionschef Reinhard Merschhaus. Er kritisierte die Überlegungen der großen Koalition, gerade im westlichen Bereich Wohnungen einzurichten – dort sei der Verkehr am größten. Brücke und Schiffsanleger seien Hirngespinste. Daraufhin warf ihm CDU-Ratsmitglied Jörg Holsträter vor, er rede alles kaputt, sei ein typischer Bedenkenträger: „Wir haben hier eine große Chance, lassen Sie sie uns ergreifen und nicht zu Beginn alles zerreden“, sagte er.

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