Neubau am Hospiz fertiggestellt

Neue große Räume für den ambulanten Hospizdienst

Hell und funktionell: Der ambulante Hospizdienst zieht in den Neubau am „roten Läppchen“.
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Hell und funktionell: Der ambulante Hospizdienst zieht in den Neubau am „roten Läppchen“.

Der größte Raum und damit auch das Herz des Neubaus lässt sich in der Mitte teilen. 70 Quadratmeter oder zwei Mal 35: Diese Wahl haben die Mitarbeiterinnen des ambulanten Hospizdienstes, wenn sie künftig mehr Platz brauchen. Offizielle Eröffnung des neuen Gebäudes ist am 30. September, allerdings Corona-bedingt nur in kleinem Kreis. Das Hospiz gab schon mal vorab ein paar Einblicke in die neuen Räume.

Und der Platzmangel war ja gerade der Grund, warum das Hospiz „Am Roten Läppchen“ diesen Neubau angepackt hat. „Es ist wichtig, dass der Neubau für den ambulanten Hospizdienst auf dem Gelände bleiben konnte, sagt Hospiz-Sprecherin Marion Kleditzsch.

Als erstes fällt die Helligkeit auf, die Räume werden von Licht geflutet, zumindest im noch nicht eingerichteten Zustand ist Leichtigkeit hier zuhause. Der große Gruppenraum, der geteilt werden kann, liegt im Erdgeschoss, er nimmt die ganze Breite des Neubaus ein. Hier können die Schulungen von Ehrenamtlichen stattfinden, hier treffen sich Gruppen zur Trauerarbeit, hier ist Platz und Luft für Kreativität. Und weil der Raum in zwei Mal 35 Quadratmeter geteilt werden kann, erweitern sich Möglichkeiten der Nutzung noch mehr.

Kern des Neubaus ist der große, teilbare Seminarraum.

Wer vom Eingang zum Gruppenraum geht, kommt an drei Zimmern vorbei, die künftig den Beratungen zur Verfügung stehen. Sie werden mit runden Tischen und jeweils drei Stühlen ausgestattet, sind ebenfalls hell – und können durch eine Lamellenverdunklung vor neugierigen Blicken von außen geschützt werden.

Daten und Fakten

Der zweigeschossige Neubau für den ambulanten Hospizdienst befindet sich am Ende des Hospiz-Parkplatzes und passt sich harmonisch in Gestaltung und Bauweise an das Stationäre Hospiz „Am Roten Läppchen“ an. Das Erdgeschoss hat eine Nutzfläche von 217 Quadratmeter, das kleinere Obergeschoss ist 143 Quadratmeter groß. Gekostet hat der Neubau 1,2 Million Euro, er wurde komplett aus Spenden finanziert. Die Bauzeit ab dem ersten Spatenstich im vergangenen September dauert fast genau ein Jahr – so hatte man es auch geplant.

Ihnen gegenüber liegt der Zugang zum Obergeschoss, das eine kleinere Grundfläche hat als das Erdgeschoss, durch einige Fenster sehen die Besucher die ökologische Begrünung des flachen Daches. „Wir haben auch alles vorbereitet, um später Fotovoltaikanlagen installieren zu können“, sagt Hospiz-Geschäftsführer Wilhelm Hinkelmann. Hier sind ein Besprechungsraum und fünf Büros, jede der vier fest angestellten Koordinatorinnen hat ein festes – eines ist noch in Reserve. Denn der ambulante Hospizdienst wächst.

Mit diesem neuen Domizil wird die Wahrnehmung dieses wichtigen Dienstes für die Öffentlichkeit sicherlich nochmals deutlich steigen.

Marion Kleditzsch, Hospiz-Sprecherin  

Dieses Wachstum hat dazu geführt, dass der Dienst in seinen bisherigen Räumen im mehr als 200 Jahre alten Fachwerkhaus auf dem Hospizgelände an seine Grenzen gestoßen ist. Es wurde einfach zu klein. Hinzu kam: Moderne Brandschutzbestimmungen des mussten im Fachwerkhaus aufgrund des bestehenden Denkmalschutzes verworfen werden. Überlegt hatte das Hospiz auch, in Hamm andere Räumlichkeiten zu mieten – aber: Die örtliche Trennung von ambulanter Hospizarbeit und stationärem Hospiz hätte die Zusammenarbeit beider Einrichtungen deutlich erschwert und wäre nicht im Sinne der betreffenden Menschen gewesen.

Die Möbel sind schon im Neubau des ambulanten Hospizdienstes angekommen, müssen aber noch aufgebaut und aufgestellt werden.

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