Netto beerbt Rewe nach jahrelangem Leerstand

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Bockum-Hövel - Es wird ein Netto-Markt. Nach bald drei Jahren Leerstand hat Eigentümer Berthold Schröder jetzt das Geheimnis um den neuen Mieter im ehemaligen Rewe-Markt an der Ecke Horster Straße/Erlenfeldstraße gelüftet.

Gerüchte um eine Nachnutzung waren spätestens in dem Moment entstanden, als Benjamin Haase in den vergangenen Wochen die Reste seines ehemaligen Rewe-Marktes aus dem Gebäude räumte. Der Umbau soll ab dem 1. Oktober erfolgen. Wann die Eröffnung des neuen Geschäftes erfolgen solle, stehe noch nicht fest. Das hänge nicht zuletzt vom Fortgang der Umbauarbeiten statt, sagte Schröder. Spätestens im ersten Quartal des kommenden Jahres jedoch rechne er damit.

Dem Gebäude hat er im Inneren eine Runderneuerung verordnet: neue Böden, neue Lüftung, neue Heizung, neue Elektroinstallationen und eine moderne, energiesparende LED-Beleuchtung. Hinzu kommt auch eine Erneuerung der Fassade, um den neuen Discounter von außen sofort kenntlich zu machen. Hell, freundlich und modern werde die Filiale, sagt Schröder.

Die Arbeiten würden überwiegend mit Handwerkern durchgeführt, die in Bockum-Hövel ansässig seien. „Darauf habe ich großen Wert gelegt. Ich möchte ganz bewusst mit den Firmen arbeiten, mit denen wir sonst auch zu tun haben“, sagt Schröder. Über die Höhe der Investitionen wollte er allerdings keine Aussage machen.

Wolfgang Haase im Januar 2016 vor dem Rewe-Markt an der Erlenfeldstraße.

Direkt am Markt stehen 40 Parkplätze zur Verfügung. Entstehen wird auf den 800 Quadratmetern Nutzfläche ein Netto-Markt mit dem kompletten Sortiment von rund 4000 Artikeln einschließlich eines Backshops. Auch wenn die Fläche kleiner ist, als in neu gebauten Filialen, könne man dort alles unterbringen, sagt Martin Beckmöller, Gebietsleiter Expansion bei Netto. Er sieht einen Vorteil in dieser vollintegrierten Lage in einem Wohngebiet.

In direkter Nachbarschaft lebten sehr viele Menschen, für die man die Funktion eines Nahversorgers übernehme. Und Schröder betont, dass es zahlreiche ältere Anwohner ohne Auto gebe. Sie hätten den Lebensmittelmarkt in ihrer Nachbarschaft sehr vermisst. Er ist überzeugt, dass der neue Netto auch wieder zu einem Treffpunkt und Ort der Kommunikation werde.

Den Kontakt zur Edeka-Discountertochter Netto hatte Schröder selbst gesucht. Schließlich sei das Gebäude es eine Spezialimmobilie für den Einzelhandel. Da gebe es wenige Möglichkeiten. „Wir hatten diesen Standort aber auch schon im Blick“, sagt Beckmöller. Jetzt sei man auch in Bockum-Hövel vertreten. Das sei Hamms einziger Stadtbezirk, in dem es bislang noch keinen Netto-Markt gebe.

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