Mit Verfassungsbeschwerde gescheitert

Hammer Neonazi Sascha Krolzig im Gefängnis

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Sascha Krolzig

Kaum ist er mit seiner Verfassungsbeschwerde höchstrichterlich gescheitert, befindet sich Sascha Krolzig, aus Hamm stammender Bundesvorsitzender der Splitterpartei „Die Rechte“, in Strafhaft.

Hamm/Dortmund – Der Rechtsextremist Krolzig war erst in der vergangenen Woche mit einer Verfassungsbeschwerde gegen eine Verurteilung wegen Volksverhetzung gescheitert. Weil er den Vorsitzendenden einer jüdischen Gemeinde in Ostwestfalen unter anderem als „frechen Juden“ bezeichnet hatte, war er in 2018 zunächst vom Amtsgericht Bielefeld zu sechs Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Bielefeld und das Hammer Oberlandesgericht hatten später das Urteil bestätigt beziehungsweise dessen Revision abgelehnt. Auch das letzte Mittel, die Verfassungsbeschwerde, zog nicht. Die Karlsruher Richter ließen diese in der vergangenen Wochen nicht zu. Die Verurteilung erlangte damit Rechtskraft.

Wie die Dortmunder Polizei jetzt bekannt gab – Krolzig wohnt und wirkt seit einigen Jahren im dortigen Stadtteil Dorstfeld –, befindet sich der 33-Jährige seit Mittwoch in Strafhaft. Aktuell liefen gegen ihn noch weitere Verfahren, die aber noch nicht abgeschlossen seien. Darunter ist ein Verfahren, in dem Krolzig in Dortmund wegen gefährlicher Körperverletzung zu 14 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Dieses Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Zwischenbilanz der Dortmunder Soko "Rechts"

Seit fünf Jahren gibt es bei der Dortmunder Polizei eine Sonderkommission (Soko) „Rechts“. In dieser Zeit wurden nach Darstellung der Polizei bei Gericht 105 Verurteilungen gegen 46 verschiedene rechtsextreme Straftäter – teils mit Hammer Wurzeln – erwirkt. Dabei seien von den Gerichten insgesamt Freiheitsstrafen von über 35 Jahren ausgesprochen worden. Dazu kämen Geldstrafen von insgesamt über 60.000 Euro.

Unter den Verurteilten befänden sich mehrere führende Köpfe der rechtsextremistischen Szene um die Partei „Die Rechte“ in Dortmund.

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