Zeugen melden sich nach Aufruf der Polizei

Hinweise auf frühere Explosionen in Heessen

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In diesem Haus in Heessen hatte ein Bewohner gezündelt.

Etliche Bürger sind dem Aufruf der Polizei nach der Explosion in einem Wohnhaus an der Hohen Brede in Heessen nachgekommen und haben frühere verdächtige Beobachtungen oder Detonationsgeräusche mitgeteilt.

Hamm – In dem Haus war vor einer Woche ein Gemisch aus Chemikalien explodiert. Am Donnerstag hatte die Polizei einen Zeugenaufruf verbreitet. Einer der Zeugen wurde bereits angehört, den weiteren Hinweisen werde man nun nachgehen, hieß es. Auch beim WA hatte sich ein Leser aus dem Stadtteil gemeldet, der im Winter wiederholt Explosionsgeräusche in der Nähe wahrgenommen hatte. Wer konkrete Örtlichkeiten benennen kann, wendet sich an die Polizei unter der Telefonnummer 02381/916-0 oder per Mail an hinweise.hamm@polizei.nrw.de.

Wohnungen dürfen nach Explosion wieder bewohnt werden

Das Explosions-Haus ist inzwischen wieder bewohnbar. Das stellte ein von der LEG als Eigentümerin beauftragter Gutachter fest. „Es gibt keinerlei Sicherheitsbedenken“, sagte ein Sprecher der Wohnungsgesellschaft. Die drei Mietparteien könnten am Wochenende in ihre Wohnungen zurückkehren. Untergekommen waren sie teils bei Freunden, eine Familie hatte die LEG in einem Hotel einquartiert.

Ausgenommen bleibt allerdings die Wohnung des Verursachers im Obergeschoss. Dort müsse noch die Decke gestützt, das herausgesprengte Fenster eingesetzt und saniert werden. Wohl kaum wieder einziehen wird hier später der 26-Jährige, der durch fahrlässiges Hantieren mit Chemikalien für die Explosion gesorgt hatte. Zwischenzeitlich hatte die Kripo das gesamte Gebäude versiegelt, um nach weiterem Beweismaterial zu suchen. Bereits im April hatte die Polizei bei dem arbeitslosen Mann sprengfähiges Material gefunden.

Die LEG ist erst seit Mai 2020 Eigentümerin des Hauses.

Explosion in Hamm: Mann experimentiert mit Sprengstoff

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