Innenstadtverkehr

Wassersportzentrum: Jetzt geht‘s an die Fußwege - und den Problempark

Auf der Adenauerallee ist eine Mittelinsel geplant.
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Die Stadt plant sichere Fußwege zum Wassersportzentrum.

Hamm ans Wasser, Hammer ans Wassersportzentrum: Die Planungen für die sicheren Wege hin zum neuen Prachtbau an der Adenauerallee sind weit fortgeschritten. Die Stadt will gute Optionen schaffen für Fußgänger, die aus dem Innenstadtbereich kommen. Und im Nordringpark soll alles besser werden.

Hamm – Das Wassersportzentrum ist an die Vereine übergeben worden, der Schleusenplatz fast vollendet. Er ist 800 Quadratmeter groß und schließt direkt an das Wassersportzentrum an. Die zahlreichen Wasserfontänen, Sitzgelegenheiten und eine Veranstaltungsfläche sollen Möglichkeiten zum Aufenthalt und zum Verweilen bieten. Im kommenden Jahr werden zwei weitere Bausteine in Angriff genommen: der Ausbau des Nordringparks und die Umgestaltung der Adenauerallee in diesem Bereich.

„Von zentraler Bedeutung ist es jetzt, dass die Menschen bequem und sicher zu Fuß oder mit dem Rad aus der Innenstadt ans Wasser kommen – dafür schaffen wir jetzt die Voraussetzungen“, betonte Oberbürgermeister Marc Herter bei der Übergabe des Wassersportzentrums an die Vereine. Voraussichtlich im Sommer 2021 soll der Ausbau des Nordringparks inklusive eines Fußwegs von der Pauluskirche bis zur Kanalkante beginnen, sagte er bei der Gelegenheit.

Passend zum Wassersportzentrum: Auch Spielbereiche im Nordringpark sollen schön werden

Bereits im März dieses Jahres hatte der Rat für die weitere Entwicklung die Weichen gestellt. Rund 2,1 Millionen Euro wird die Maßnahme am Nordringpark kosten. Entsprechende Fördergelder in Höhe von 1,6 Millionen Euro sind bewilligt und können abgerufen werden. Ziel der Planung ist es, eine einheitliche, attraktive fußläufige Verbindung von der Innenstadt bis zum Kanal zu schaffen, um das Kanalquartier zu erschließen und sinnvoll anzubinden. Die Schwerpunkte der Umgestaltung betreffen die Neugestaltung der Spielbereiche sowie des Fußwegs.

Neues Wassersportzentrum an der Adenauerallee

Neues Wassersportzentrum an der Adenauerallee
Neues Wassersportzentrum an der Adenauerallee
Neues Wassersportzentrum an der Adenauerallee
Neues Wassersportzentrum an der Adenauerallee
Neues Wassersportzentrum an der Adenauerallee

Die Wegeführung durch den Nordring beginnt mit einer Treppen- und Rampen- Kombination in Fortführung der Museumsstraße. Hier beginnt das von den Planern sogenannte „Kanalband“, dass optisch getrennt von der übrigen Gestaltung die Gäste über eine Nord-Süd-Achse durch den Park führen soll. Im Park verteilt sind verschiedene Sitzelemente: drehbare Liegesessel – für ein oder zwei Personen und Bänke in unterschiedlicher Breite.

Neu gestaltet wird auch der Kinderspielplatz. Das Kanalband wird durch eine Fußgängerbrücke geteilt und im nördlichen Teilbereich durch Sitzbänke und Leitgehölze ergänzt. Der Nordringpark endet mit einer weiteren Treppen-Rampen-Anlage zur Adenauerallee, die sich an der Anlage an der Museumsstraße orientiert.

Sicher zum Wassersportzentrum: Mitteleinsel auf der Adenauerallee geplant

Geklärt ist inzwischen auch, wie die Adenaueralle in dem Bereich gequert werden soll. In seiner Sitzung am 14. Dezember wird der Rat der Stadt Hamm über die Beschlussvorlage zum Ausbau der Adenauerallee – von der heutigen Zufahrt des Wasser- und Schifffahrtamtes bis in Höhe des Gymnasiums Hammonense – abstimmen. Im Zuge der Maßnahme soll in Höhe des Wassersportzentrums eine drei Meter breite Mittelinsel gebaut werden.

Für Autofahrer, die aus Richtung Münsterstraße kommen, soll vor dieser Mittelinsel eine Linksabbiegespur gebaut werden. Sie ermöglicht eine sichere Abfahrt ohne Rückstau zum Wassersportzentrum. Für diese neue Verkehrsführung müssen allerdings Parkplätze auf dem Seitenstreifen der Adenauerallee entfallen. Die Verwaltung beziffert diese auf rund 45.

Trinkerszene vertreiben

Die Trinker und Drogenszene will die Stadt auch nach dem Ausbau des Nordringparks nicht aus dem Bereich vertreiben. „Wir werden die Situation im Auge behalten“, sagte ein Stadtsprecher. Die Stadt wolle keine Verdrängung an andere Stellen der Stadt. „Das halten wir nicht für sinnvoll.“ Sollte sich das Problem in dem Bereich verstärken, setze man auf aufsuchende Sozialarbeit, die dort dann verstärkt werden soll. Das gelte auch, wenn sich die Szene in dem Park an die Ein- und Ausgänge verlagern sollte.

Im Zuge der Maßnahme soll zudem der Radweg der Fahrradpromenade vom Abzweig Richtung Münsterstraße bis zur Querung mit der Adenauerallee asphaltiert werden. Im Bereich des Haupteingangs der Schule werden zudem beide Bushaltestellen neu und barrierefrei errichtet.

Geplant ist zudem, dass zwischen der Straße An der Schleuse aus östlicher Richtung bis zur Ausfahrt des Wasser- und Schifffahrtsamtes die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer reduziert wird. Die Stadt geht bei der Maßnahme an der Adenauerallee von Kosten in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro aus. Fördergelder wurden beantragt. Sollten diese erwartungsgemäß genehmigt werden, könnte der Umbau bereits Ende 2021 beginnen, heißt es aus dem Rathaus.

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