Nach Atomtransport durch Hamm Ruf nach Exportverbot

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Symbolbild

Es sind hunderte Züge, die täglich im Hammer Güterbahnhof über die Gleise rollen. Einer davon hatte es am Montag besonders in sich.

Hamm/Gronau – Ein mit radioaktivem Uranhexafluorid beladene Sonderzug, der aus Gronau gekommen war und einen niederländischen Seehafen ansteuern sollte, verblieb eine Zeitlang im Güterbahnhof. Die Fracht wurde von der Bundespolizei bewacht und in Spezialbehältern gelagert. Inzwischen folgte die Auflösung, wie es dann weiterging.

Über mehrere Stunden sei der Zug in Hamm neu zusammengestellt worden und habe um 20.25 Uhr das Stadtgebiet wieder verlassen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Anders als in Münster und Gronau habe es keine Protestaktionen von Umweltaktivisten gegeben.

Kritik gab es dafür indes von den Hammer Linken. „Der Transport von Atommüll durch das Hammer Stadtgebiet führt uns vor Augen, dass von einem Atomausstieg in Deutschland keine Rede sein kann”, teilte Florian Meyer, Kreisgeschäftsführer der Partei mit. „Wir brauchen endlich ein umfassendes Uran-Export-Verbot, und die Uranfabriken in Gronau und in Lingen müssen endlich in den Atomausstieg einbezogen und stillgelegt werden.“

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