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Problem für Elterntaxis: Nach Straßenausbau zu wenig Haltemöglichkeiten vor Carl-Orff-Schule

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Von: Holger Krah

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Noch ein Provisorium: Die endgültigen Schilder für die Zone 30 sollen in Rhynern in der kommenden Woche an der Straße „An der Windmühle“ aufgestellt werden.
Noch ein Provisorium: Die endgültigen Schilder für die Zone 30 sollen in der kommenden Woche an der Straße „An der Windmühle“ aufgestellt werden. © Reiner Mroß/Digitalbild

Seit Dienstag stehen die provisorischen Tempo 30-Schilder an der Straße „An der Windmühle“. Kommende Woche sollen die endgültigen Schilder sowie ein Parkverbotsschild aufgestellt werden. Das erklärte die Stadt auf Anfrage. Nach dem monatelangen Ausbau der Straße und dem Ersatz der maroden Asphaltdecke gibt es aber nicht nur Beifall von den Rhyneranern.

Rhynern - Ein Leser lobt zwar, dass an alles gedacht worden sei, und zählt die neue Kanalisation, die breite Straße, eine Vielzahl von Auto-Parkbuchten sowie breite Bürgersteige auf. Er kritisiert jedoch, dass kein Radweg umgesetzt worden sei – „und das vor einer Grundschule, wo vielleicht die ersten ,Gehversuche‘ im Verkehr gemacht werden“.

Zu wenig Platz für Radweg

Den Grund für das Fehlen des Radwegs nennt die Stadt: „Für einen gemeinsamen Fuß- und Radweg ist der bestehende Bürgersteig mit zwei Meter Breite zu schmal. Für einen separaten Radweg gibt es nicht ausreichend Platz.“ Zudem dürften in Tempo-30-Zonen keine Fahrrad-Schutzstreifen oder Ähnliches aufgebracht werden.

Mit dem fehlenden Radweg könnten die Grundschüler gut umgehen, sagt Ursula Harkenbusch, Leiterin der Carl-Orff-Grundschule, schließlich dürften die Grundschüler ja noch auf dem Bürgersteig mit dem Rad fahren.

Für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto vor der Schule absetzen wollen, ist das schwierig.

Ursula Harkenbusch, Leiterin der Carl-Orff-Grundschule

Das Lob des Lesers für viele Parkbuchten teilten die Eltern jedoch nicht. Ganz im Gegenteil: In der Schulpflegschaft und Elternkonferenz sei deutliche Kritik an fehlenden Parkplätzen geübt worden, so Harkenbusch. Auf der Schulseite der Straße gebe es zwar einige Halteplätzen, auf der gegenüberliegenden Seite jedoch gar keine. „Für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto vor der Schule absetzen wollen, ist das schwierig“, sagt Harkenbusch. Zumal die wenigen Plätze oft auch durch Anwohner oder diejenigen, die im Ort arbeiten, besetzt seien.

Die Folge sei, dass Eltern in Hauseinfahrten oder mit dem Heck zum Schulhof parkten, was nicht ungefährlich sei. Und wenn die Kinder auf der Seite gegenüber der Schule rausgelassen würden, müssten sie den fließenden Verkehr passieren. Sie sei noch in Gesprächen mit dem Straßenverkehrsamt.

Mehr Sicherheit durch Tempo 30

Harkenbusch ist aber froh, dass die Zeit der Bauarbeiten mit zeitweilige Sperrungen und immer neuen, vorübergehenden Haltestellen für die Busse vorüber sei. Und der neue Straßenbelag sei ein Riesenunterschied gegenüber dem alten, lobt die Schulleiterin. „Für Kinder, die für ihre Fahrradprüfung auf der Straße üben mussten, war es vorher richtig gefährlich.“ Auch Tempo 30 dürfte für mehr Sicherheit sorgen, so Harkenbusch, obwohl sie am liebsten vor der Schule nur das Fahren im Schritttempo erlauben würde.

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