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Nach Sommerfest im "Zuchthaus": Stadt rätselt über Umgang mit Neonazi-Festen

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Von: Cedric Sporkert

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Zum "Sommerfest" kamen zahlreiche Neonazi-Größen nach Hamm. © Mroß

Hamm - Der Umgang mit Veranstaltungen von Neonazis – wie dem „Sommerfest“ im „Zuchthaus“ am Kentroper Weg am Samstag – wird die Stadt auch in Zukunft beschäftigen.

Heute soll bei einem Gespräch zwischen verschiedenen Akteuren der Verwaltung und dem OB-Büro geklärt werden, welche Handhabe die Stadt gegen in Hamm stattfindende Events der rechten Szene hat.´

Zwischenzeitlich war versucht worden, das „Sommerfest“, bei dem auch drei Rechtsrock-Bands auftraten, mit dem Verweis darauf zu verbieten, dass es sich dabei um eine öffentliche Veranstaltung handelt. Der Ausrichter argumentierte daraufhin, dass das Fest eine Privatveranstaltung sei – die Feier fand statt.

Kritik vom "haekelclub590"

„Es ist völlig unverständlich, warum die Stadt eine Verbotsverfügung erlässt, um diese dann im Angesicht einer offensichtlichen Ersatzveranstaltung nicht durchzusetzen“, erklärt Johanna Schillack, Pressesprecherin des haekelclub590, der eine Protestveranstaltung mitinitiiert hatte. „Wenn sich Stadt und Polizei von Neonazis offensichtlich vorführen lassen, sendet dies das völlig falsche Signal an die Naziszene in der Stadt: Ihr habt von uns nichts zu befürchten.“

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