Taxifahrer stößt auf taube Ohren

Tankstellenraub: Fahndung lief mit Verspätung an

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Hamm – Die Fahndung nach dem Tankstellenräuber von der Ostenallee lief erst mit Verspätung an. Für die Hammer Polizei ist das "sehr ärgerlich".

Die seit Mittwoch laufende Öffentlichkeitsfahndung nach dem bewaffneten Räuber, der am Abend des 5. Februar 2019 die Westfalen-Tankstelle an der Ostenallee überfallen hat, ist bislang ohne Wirkung geblieben. Lediglich ein Zeuge habe sich seitdem bei der Polizei gemeldet, der Täter sei weiterhin nicht ermittelt, sagte ein Sprecher der Hammer Polizei.

Dabei hätte der Polizei noch möglicherweise in der Tatnacht ein Fahndungserfolg gelingen können. Wie sich jetzt herausstellte. hatte der Taxifahrer, der den mutmaßlichen Täter wenige hundert Meter von der Westfalentankstelle entfernt am TuS-Tennisheim aufgenommen und mit ihm zum Dortmunder Flughafen und anschließend zu einer Shell-Tankstelle in Werl gefahren war, schon während dieser Fahrt Verdacht geschöpft.

Unmittelbar nachdem der mutmaßliche Räuber das Taxi verlassen hatte, verständigte der Fahrer die Leitstelle der Hammer Polizei. Dort meinte man aber, dass die Personenbeschreibung nicht zu dem gesuchten Räuber passe und schickte auch keinen Streifenwagen zur Werler Tankstelle.

Der Täter entkam von dort, der Taxifahrer fuhr selbst zur Hammer Wache und wurde dort gegen Mitternacht befragt. Erst danach liefen Fahndungsmaßnahmen an.

„Das ist sehr ärgerlich. Wir werden diesen Vorgang auch intern noch einmal überprüfen“, sagte Polizeisprecher Christopher Grauwinkel auf WA-Anfrage.

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