Weckruf für den "schläfrigen" Integrationsrat

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Kritik im Integrationsrat an der Passivität, denn  Integration gelingt nur, wenn man aufeinander zugeht, sich die Hände reicht.

Hamm - Selbst handeln, anstatt sich nur über Projekte anderer zu informieren: Alles andere als zufrieden mit der Arbeit des Integrationsrates zeigten sich bei der jüngsten Sitzung gleich zwei Mitglieder, die eine offen geführte Diskussion anstießen. „Es ist wie eingeschlafen“, sagte Yüksel Tirgil, der genau wie Zafer Topak die Integrationsarbeit in der Stadt endlich wieder selbst gestalten möchte.

„Zwei Jahre haben wir noch“, sagte Tirgil mit Blick darauf, dass der aktuelle Integrationsrat seit vier Jahren zusammen sei und man die verbliebene Zeit besser nutzen solle. „Wir müssen uns verwirklichen“, fügte Topak an und forderte eigene Ideen. Die Kritik stieß auf offene Ohren. Schließlich habe man bereits eine Klausurtagung als Möglichkeit zur Besprechung der Arbeit des Rates bis zum Jahr 2022 anbieten wollen, erklärte der Vorsitzende Ismail Erkul. 

Die Gründe für das Scheitern aufgrund zu weniger Teilnehmer brachte im Zuge der Debatte auch ein zweites Problem auf: Bei den Sitzungen würden oftmals etliche Integrationsratsmitglieder fehlen, so der Tenor. Einmal sei man dadurch nicht beschlussfähig gewesen, hieß es in der Runde. Unverständnis zeigten die meisten Teilnehmer für das Fernbleiben vor allem vor dem Hintergrund, dass jedes gewählte Mitglied einen Vertreter habe, wie Ratsmitglied Ralf-Dieter Lenz sagte. Daran und an ihre Pflichten wolle man die häufig fehlenden Personen nun erinnern. Denn: „Es sind immer die gleichen Leute hier“, war aus der Runde, die im Wivo-Raum des EVK tagte, zu hören. 

Zeit für künftige Ausrichtung

Im Zuge der Sitzung am 28. Juni soll nun überlegt werden, wie der Integrationsrat sich für die letzten beiden Jahre seiner Amtszeit aufstellen muss, um einen Beitrag zur Integration in Hamm zu leisten. Das Thema rund um die künftige Ausrichtung war dabei ein Punkt der Tagesordnung, für die die Mitglieder aber einen größeren Zeitrahmen benötigen würden, wie deutlich wurde. 

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