Großeinsatz bei Dachstuhlbrand in Hamm

Nach verheerendem Feuer noch immer wichtige Fragen ungeklärt

Mit dem Rettungshubschrauber „Christoph Westfalen“ wurde die schwerst verletzte Frau ausgeflogen.
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Mit dem Rettungshubschrauber „Christoph Westfalen“ wurde die schwerst verletzte Frau ausgeflogen. Feuerwehrkräfte leuchteten den Landeplatz am Flugplatz aus.

Die Umstände des verheerenden Dachstuhlbrands in Hamm-Westen geben auch drei Tage später noch Rätsel auf.

Hamm - Zwei Personen waren bei dem Feuer in einem Mehrfamilienhaus in der Lange Straße lebensgefährlich verletzt worden. Der 52-jährige Wohnungsinhaber, der zur Behandlung seiner schweren Rauchgasvergiftung in ein Hammer Krankenhaus gebracht wurde, ist nach Angaben eines Polizeisprechers inzwischen außer Lebensgefahr. Der Frau, die mit einem Rettungshubschrauber in ein Spezialkrankenhaus nach Gelsenkirchen ausgeflogen wurde, gehe es nach wie vor sehr schlecht. Sie sei noch immer nicht ansprechbar, so der Polizeisprecher. Ob noch Lebensgefahr bestehe, wisse er allerdings nicht.

Auch die Identität der Frau kennen die Ermittler noch immer nicht. Sie sei zwar in derselben Wohnung wie der Mann gewesen, doch habe auch dieser die Frage noch nicht beantworten können - offenbar weil er noch nicht vernommen werden konnte.

Dachgeschossbrand im Hammer Westen - Eindrücke aus der Nacht und von Freitag

Dachgeschossbrand im Hammer Westen. Die Feuerwehr war im Großeinsatz.
Dachgeschossbrand im Hammer Westen. Die Feuerwehr war im Großeinsatz.
Dachgeschossbrand im Hammer Westen. Die Feuerwehr war im Großeinsatz.
Dachgeschossbrand im Hammer Westen. Die Feuerwehr war im Großeinsatz.
Dachgeschossbrand im Hammer Westen - Eindrücke aus der Nacht und von Freitag

Dachstuhlbrand in Hamm: Begehung steht noch aus

Als noch „größeres Problem“ bezeichnet die Hammer Polizei die Begehung des Brandorts, ohne die weder die Ursache noch die Schadenshöhe festgestellt werden können. Am Samstag war die Stabilität der zerstörten Dachkonstruktion begutachtet worden, zudem wurden angesichts des Regens Spuren gesichert, am heutigen Montag sollten sich Sachverständige vor Ort einen Eindruck verschaffen. Das verzögere sich allerdings aus personellen Gründen heißt es, da bislang kein solcher Experte verfügbar gewesen sei. „Im Idealfall schaffen wir es morgen“, hofft der Hammer Polizeisprecher auf den Dienstag.

In dem Haus hatten sich zur Zeit des Feuerausbruchs insgesamt 14 Personen aufgehalten. Zwei waren die dabei Schwerstverletzten, ein weiterer Mann wurde leicht verletzt, alle weiteren wurden vor Ort betreut. Das Haus ist seit dem Einsatz leer, alle Bewohner mussten anderswo unterkommen. Die Feuerwehr war mit rund 70 Kräften im Großeinsatz.

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