Platz für bis zu 200 Menschen

Nach Feuerdrama in Moria will OB Flüchtlinge nach Hamm holen

Bürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann in ARD-Tagesthemen zu Moria.
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Hamms Bürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann äußerte sich in den ARD-Tagesthemen zum Lesbos-Drama.

Das Feuerdrama im Flüchtlingslager auf Lesbos hat auch Hamm erreicht: OB Hunsteger-Petermann stellt die Aufnahme von vielen Betroffenen in Aussicht.

Hamm – Das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos in Griechenland stand in der Nacht zu Mittwoch in Flammen und wurde fast vollständig zerstört. Was mit den obdachlosen Migranten passieren soll, ist unklar. Jetzt schaltet sich Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann in die Diskussion ein und signalisiert die Bereitschaft der Stadt Hamm, Flüchtlinge aus dem Lager in Hamm aufzunehmen. Unmittelbares Handeln sei notwendig, um es nicht zur Katastrophe kommen zu lassen, sagte er unserer Redaktion.

„Wir stehen in einer christlichen und humanitären Verantwortung und dürfen die Menschen nicht alleine lassen“, so Hunsteger. Die Stadt Hamm sei vorbereitet und verfüge über genügend Kapazitäten, um Flüchtlinge aufzunehmen. Rund 200 Plätze seien in den Flüchtlingsunterkünften der Stadt frei. Nun müsse das Bundesinnenministerium dringend die Koordination übernehmen und seine bisherige Blockadehaltung aufgeben, um geregelt Flüchtlinge in das Land zu lassen.

Lesbos-Flüchtlinge nach Hamm? Anruf aus Düsseldorf

Mit dem NRW-Familienminister Dr. Joachim Stamp hatte mit Hunsteger am Mittwochnachmittag telefoniert und ihm die Option unterbreitet, Menschen aus dem zerstörten Flüchtlingslager in Hamm aufzunehmen. Das Land NRW würde insgesamt 1000 Flüchtlinge aufnehmen. Bereits im Juli 2019 hatte sich die Stadt Hamm bereiterklärt, über den Verteilschlüssel hinaus Flüchtlinge aus dem Mittelmeer aufzunehmen und sich dazu dem Bündnis „Sicherer Hafen“ angeschlossen. Nun sollen Taten folgen.

Am Mittwochabend erzählte Hunsteger-Petermann von seiner Flüchtlings-Initiative auch in den Tagesthemen der ARD (der Beitrag beginnt in der Sendung in Minute 6:20).

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